Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Slater I 149
Theory of Mind/Premack/Woodruff: Wie zeigt man, dass ein Individuum die Fähigkeit hat, mentale Zustände zu begreifen? Wie Dennett (1978)(1) betonte, reicht es nicht aus zu zeigen, dass ein Individuum die Handlungen eines anderen Individuums vorhersagen kann, denn in vielen Fällen lassen sich Handlungen vorhersagen, indem man einfach den tatsächlichen Zustand der Welt beobachtet.
Lösung: Ein entscheidender Fortschritt kam aus dem Bereich des Tierverhaltens:
Premack/Woodruff: (Premack und Woodruff 1978)(2) stellten die Frage, ob Schimpansen in der Lage sind, mentale Zustände zu manipulieren, und legte präzise Konzepte zur Beantwortung ihrer Frage fest. Sie definierten die "Theory of Mind" als ein System von Schlussfolgerungen, die die Fähigkeit bilden, sich selbst und anderen mentale Zustände zuzurechnen und die es dem Einzelnen ermöglichen, Vorhersagen über das Verhalten anderer zu treffen. Diese Charakterisierung des Konzepts löste intensive Debatten und weitere empirische Forschungen unter Philosophen und Entwicklungspsychologen aus. >Autismus/Baron/Cohen, >Theory of Mind/Dennett, >False-Belief-Test/Psychologische Theorien.


1. Dennett, D. (1978). Beliefs about beliefs. Behavioral and Brain Sciences, 1, 568-570.
2. Premack, D., & Woodruff, G., “Does a chimpanzee have a theory of mind?”. Behavioral and Brain Sciences, 1, 1978, pp. 515-526


Coralie Chevallier, “Theory of Mind and Autism. Beyond Baron-Cohen et al’s. Sally-Anne Study”, in: Alan M. Slater and Paul C. Quinn (eds.) 2012. Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies. London: Sage Publications


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Woodruff, Guy

Slater I
Alan M. Slater
Paul C. Quinn
Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2012

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