Philosophie Lexikon der Argumente

 
Wahrheit, Philosophie: Verschiedenste Ansätze nehmen für sich in Anspruch, Wahrheit entweder zu definieren, zu erklären oder ihre prinzipielle Undefinierbarkeit zu behaupten. A. Sprachlich orientierte Theorien setzen entweder eine Übereinstimmung von Aussagen mit Ausschnitten der Welt oder eine Stimmigkeit mit anderen Aussagen voraus. Siehe auch Wahrheitstheorie, Wahrheitsdefinition, Bedeutungstheorie, Korrespondenztheorie, Kohärenztheorie, Tatsachen, Sachverhalte, Paradoxien, Semantik, Deflationismus, Disquotationalismus, Kriterien, Beweise. B. Handlungsorientierte Wahrheitstheorien nehmen eine zukünftige Verwirklichung von Zuständen zum Maßstab, die mit einem angestrebten Ideal in Einklang gebracht werden sollen. Siehe auch Wirklichkeit, Richtigkeit, Pragmatismus, Idealisierung, Ideen. C. Wahrheitsorientierte Theorien der Kunst sprechen Kunstwerken unter Umständen Qualitäten zu, die die zukünftige Verwirklichung von als ideal angenommenen gesellschaftlichen Zuständen zum Vorschein bringen. Siehe auch emphatische Wahrheit, Fiktionen, Kunst, Kunstwerke.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 21
Evolution/Bsp Rad/Erfindung/Entwicklung/Pinker: das Rad ist zusammen mit der Straße entstanden. - Diese sind nicht von der Evolution hervorgebracht worden, weil Landschaft nicht durch Evolution entstanden ist. - Beine sind für die natürliche Welt besser geeignet. - Problem: Software ist komplizierter.
I 37
Evolution/Pinker: Menschen müssen nicht dieselben Ziele wie die Evolution haben - (z. B. das Ziel, Gene fortzupflanzen).
I 61
Evolution/Gene/Gould: Problem: der eigene Körper überlebt nicht. - Dawkins: wohl aber überlebt die Qualität der ausgewählten Körper. - Letztlich überleben nur die Gene selbst - Dawkins: Menschen verbreiten nicht Gene, sondern Gene sind egoistisch. - Aber egoistische Gene bringen nicht egoistische Menschen hervor, wie eine Blaupause kein blaues Haus hervorbringt.
I 637
Evolution/Tooby/Cosmides: die Selektion begünstigt Merkmale, die im Durchschnitt die Fitness erhöhen. - Der Verlust der Gene durch Tod wird durch die Überlebenden ausgeglichen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.09.2017