Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Existenzsatz, Existenzbehauptung, Philosophie, Logik: die einfache Behauptung der Existenz eines Gegenstands ist problematisch, weil sie nicht empirisch widerlegt werden kann. Im Gegensatz dazu besteht die Quantifikation in der Zuschreibung von Eigenschaften, nicht von "nackter" Existenz. Bsp "Sokrates existiert" wird von manchen Autoren als sinnlos betrachtet. >Nackte Einzeldinge, >Prädikation, >Existenz, >Quantifikation, >Existenzprädikat, >Iotaoperator
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
Hintikka I 72
Wittgenstein geht weiter als Frege: Einzelexistenz ist unausdrückbar, nur durch Existenzquantor (Prädikat höherer Ordnung) erfassbar. - Aber mögliche Sachverhalte werden ins Auge gefasst (Tractatus).
I 126
Disjunktion/disjunktiv/Existenz/Existenzsatz/Ausdrücken/Unausdrückbarkeit/Wittgenstein/Hintikka: da die Existenz eines Einzeldings (ED, Gegenstand) nicht ausdrückbar ist: Disjunktion plus Existenzquantor für Arten.
- - -
VII 137
Der gegenwärtige König von Frankreich/Russell/Tractatus/Wittgenstein/Tetens: Lösung: als Existenzsatz ist der Satz nicht sinnlos: - "Es gibt genau einen Gegenstand x für den gilt, x ist der gegenwärtige König ...." - dann ist der Satz einfach falsch. - Fehler: es als Prädikation aufzufassen. - Logische Form: Fa - dann müsste der Gegenstand existieren, damit der Satz sinnvoll ist.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

> Gegenargumente gegen Wittgenstein



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.05.2017