Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Slater I 176
Aggression/Behaviorismus: nach dem Behaviorismus, wie er von Skinner (1953)(1) konzipiert wurde. Der Hauptmechanismus, glaubte man, durch den Individuen Aggression (oder irgendein Verhalten) lernen, war durch operante Konditionierung. Das heißt, wenn das Verhalten eines Individuums durch eine Form der Belohnung verstärkt würde, die etwas Greifbares wie Geld oder Besitz eines gewünschten Objekts oder immaterielles wie Lob sein könnte, würde diese Verstärkung die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich der Einzelne in Zukunft wieder so verhalten würde. >Theorie der Reinforcement Sensitivity.
VsBehaviorismus: Der Behaviorismus erklärt nicht, warum Individuen sich in einer bestimmten Weise verhalten, wenn ihnen keine vorherige Verstärkung dieses Verhaltens gezeigt wurde.
Miller/Dollard: Um diese Einschränkung anzugehen, führten Miller und Dollard (1941)(2) die Idee ein, dass Individuen neue Verhaltensweisen lernen könnten, indem sie andere imitieren. In Millers und Dollards Verfahren zum Studium der Imitation sahen Einzelpersonen jedoch, wie eine Person für ein bestimmtes Verhalten belohnt wurde, und sie selbst hatten dann die Möglichkeit, das gleiche Verhalten zu zeigen und dafür auch Belohnungen zu erhalten.
Bandura, Ross und Ross (1961)(3) leisteten einen enormen Beitrag zum Verständnis des Lernens, indem sie zeigten, dass aggressives Verhalten auch ohne Belohnung gelernt werden kann, nämlich nur durch die Beobachtung des Verhaltens eines erwachsenen Vorbilds.
>Aggression/Bandura.


1. Skinner, B. F. (1953). Science and human behavior. New York: Macmillan.
2. Miller, N. E., & Dollard, J. (1941). Social learning and imitation. New Haven, CT: Yale University Press.
3. Bandura, A., Ross, D., & Ross, S. A. (1961). Transmission of aggression through imitation of aggressive models. Journal of Abnormal and Social Psychology, 63, 575—582.


Jenifer E. Lansford, “Aggression. Beyond Bandura’s Bobo Doll Studies“, in: Alan M. Slater and Paul C. Quinn (eds.) 2012. Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies. London: Sage Publications


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Behaviorismus

Slater I
Alan M. Slater
Paul C. Quinn
Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2012

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> Gegenargumente gegen Behaviorismus

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