Philosophie Lexikon der Argumente

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Funktionale Rolle, Philosophie: Von funktionaler Rolle sprechen wir, wenn wir nicht genau wissen, welcher Gegenstand es ist, der diese Rolle erfüllt, wir die Funktion und ihre Auswirkungen jedoch beschreiben können. Siehe auch Rolle, Funktion, Funktionsanalyse.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 21
Funktionale Eigenschaft/Schiffer: wird vom Begriff der funktionalen Rolle abgeleitet.
Def funktionale Rolle/Schiffer: einfach jede Eigenschaft 2. Stufe, eines Zustands-Typs 2. Stufe, dessen Besitz beinhaltet, dass der Besitz dieses Z-Typs kausal oder kontrafaktisch auf andere Z-Typen bezogen ist, nämlich zu Output, Inputs, distalen Objekten und ihren Eigenschaften - 1. ein gegebener physikalischer Z-Typ hat unbestimmt viele funktionale Rollen.
2. Zwei verschiedene physikalische Z-Typen können dieselbe funktionale Rolle haben.
Def funktionale Eigenschaft/Schiffer: jede funktionale Rolle bestimmt eindeutig eine funktionale Eigenschaft - wenn F eine f. Rolle ist, dann wird die funktionale Eigenschaft, ausgedrückt durch den offenen Satz: x ist ein Token eines Z-Typ der F hat - ((s) Die funktionale Eigenschaft ist ein Token des physikalischen Zustands-Typs, der die und die Rolle hat. Kurz: Eigenschaft = Token des Typs mit der Rolle sein) - Typ hier immer "physikalisch") - Eigenschaften gehören zu Tokens - Rollen zu Typen Bsp der neuronale Z-Typ H (Hunger) hat in verschiedenen Personen verschiedene funktionale Rollen, weil er nicht bei allen durch Pizza-Duft ausgelöst wird (verschiedene Inputs).
I 23
Dann kann man Propositionen mit funktionalen Rollen korrelieren und eine Glaubens-Eigenschaft mit einer funktionalen Eigenschaft - für jede Proposition p gibt es eine funktionale Rolle F so dass ein Glauben, dass p = ein Zustands-Token zu sein des Zustands-Typs der die Rolle F hat.
I 26 das Kriterium dafür, dass ein Z-Token n ein Glauben, dass p ist, dass n ein Token eines Z-Typs ist, der die funktionale Rolle hat, die die Definition von BelT mit p korreliert.
I 29
Verben für propositionale Einstellungen erhalten ihre Bedeutung durch ihre funktionale Rolle .
I 30
Volkspsychologie: 3 Arten von Verallgemeinerung: 1. funktionale Rollen für Beeinflussung von Überzeugungen untereinander - 2. Input-Bedingungen für Wahrnehmung (können nicht Teil des gemeinsamen Wissens sein) - 3. Output-Bedingungen für Handlungen - Problem: Bsp Blinde können genau unseren Glauben haben, aber nicht unsere Volkspsychologie.
I 33f
SchifferVsvolkspsychologie: Problem: die Theorie wird oft gleichzeitig dieselbe funktionale Rolle für verschiedene Überzeugungen (Glauben) liefern - SchifferVsLoar: bei ihm folgt aus Bel T#(dass Schnee weiß ist = Bel T#(dass Gras grün ist) - dann haben beide dieselbe T-korrellerte funktionale Rolle.
I 276
Pointe: dabei ist die Eindeutigkeits-Bedingung eine ganz schwache Bedingung - sie ist nicht hinreichend dafür, dass man in einem bestimmten Glaubenszustand ist, der mit ihnen verknüpft ist: - Bsp "wenn p wahr ist, glaubt man, dass p" - Pointe: -"p" kommt innerhalb und außerhalb des Glaubenskontexts vor - daher wird die Theorie etwas eindeutiges über p sagen. - Problem: in der Eindeutigkeits-Bedingung kommen die Variablen für Propositionen. Nur innerhalb von Glaubenskontexten vor - dann haben alle Glauben derselben logischen Form dieselbe funktionale Rolle.
I 34
Das unterscheidet alles nicht die Überzeugung, dass Dinosaurier ausgestorben sind von der, dass Flöhe sterblich sind - Problem: es gibt zu wenig Input-Regeln, die sich nicht auf Wahrnehmung beziehen.
I 35
Zwillingserde/ZE/SchifferVsVolkspsychologie: muss falsch sein, weil in Zwillingserde ein abweichender Glaube dieselbe funktionale Rolle hat! - Bsp Ralph glaubt, es gibt Katzen - Zwalph glaubt "es gibt Katzen" (aber es sind Zwatzen) - also glaubt Zwalph nicht, dass es Katzen gibt - also zweimal verschiedener Glaube aber dieselbe funktionale Rolle. - Zwalph ist im selben neuronalen Z-Typ N - die Spezifikation des Glaubens würde vielleicht Referenz auf Katzen verlangen, dennoch würde die kontrafaktische Natur der Bedingung sicherstellen, dass N bei Zwalph erfüllt wird - Pointe: das folgt nicht aus einer Wahrheit über funktionale Rollen allgemein, sondern in Bezug auf die Theorie T* (Volkspsychologie) - außerhalb der Volkspsychologie: "Jedes Token von "Katze" wird durch Betrachten einer Katze ausgelöst". - Falsche Lösung: Plattitüde: "typischerweise durch Katzen ausgelöst" kann keine notwendige Bedingung sein! - außerdem gibt es Zwillingserden-Beispiele, wo typischer Glaube unzuverlässig für die eigene Wahrheit ist. VsKennzeichnung: keine Lösung: "das Ding vor mir".
I 38f
Burge: keine funktionale Rolle kann bestimmen, was man glaubt (geht nicht um die Zwillingserde, sondern um falsch gebrauchte Begriffe).
I 286f
Glauben/SchifferVsLoar: Problem: seine Realisation einer Theorie von Glauben/Wünschen - (als Funktion von Propositionen auf physikalische Zustände)- deren funktionale Rollen von der Theorie festgelegt werden: Problem: Theorie zu finden, die jede Proposition mit einer einzigen funktionalen Rolle korreliert statt mit vielen - Schiffer: These das wird nicht gehen, daher ist das Quine-Field-Argument erledigt.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.10.2017