Philosophie Lexikon der Argumente

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Gebrauch, Philosophie: Wörter werden gebraucht, um etwas zu erwähnen. Die Unterscheidung Gebrauch/Erwähnung ist in der Sprachphilosophie wichtig, weil Wörter oder Sätze wiederum erwähnt werden können, wie im Zitat oder einer Korrektur. Innerhalb logischer Formeln werden Teile gebraucht, andere erwähnt. Siehe auch Erwähnung, Gebrauchstheorie, Bedeutung, Bedeutungstheorie, Sprache, Anführungszeichen, Anführung, Quasi-Anführung, Objektsprache, Metasprache.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 209
Verwendung: bisher ist die Rede von der Verwendung noch ganz unbestimmt. Frage: mit Bezug worauf wird der Gebrauch der sprachlichen Ausdrücke geregelt, wenn es nicht mehr Gegenstände sind? Nächstliegende Antwort: die Umstände.
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I 225
"Stehen für"/Tugendhat: man muss feststellen, für welchen Gegenstand ein Ausdruck steht - damit erklärt man die Verwendungsregeln der singulären Termini. - Problem: die Verwendungsregeln der singulären Termini setzen die der Prädikate voraus und umgekehrt.
I 226
Verwendungsregel/Tugendhat: wenn die Umstände zur Erklärung völlig ungeeignet sind, müssen wir dann nicht auch die Verwendungsregel aufgeben? Das ist ein Irrtum: bei der Verwendung geht es um die Funktion, nicht um die Umstände! (> Gebrauchstheorie)
I 279
Gebrauch: Gebrauchstheorie der Bedeutung bezieht sich immer auf Sätze, nicht auf Gegenstände.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

> Gegenargumente gegen Tugendhat
> Gegenargumente zu Gebrauch



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.05.2017