Philosophie Lexikon der Argumente

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Gebrauchstheorie, Sprachphilosophie: der Ausdruck wurde gebildet im Anschluss an eine These von L. Wittgenstein in seinen Philosophischen Untersuchungen, § 43. "Man kann für eine große Klasse von Fällen der Benützung des Wortes "Bedeutung" - wenn auch nicht für alle Fälle seiner Benützung - dieses Wort so erklären Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache". Diese These gilt für Wörter und kann nicht auf ganze Sätze ausgedehnt werden. Siehe auch Gebrauch, Wortbedeutung, Satzbedeutung, Spracherwerb, Bedeutungstheorie, Referenz.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 120f
Meinen/Gebrauchstheorie/McGinn: wie problematisch die erste Position (Sind der gemeinte Sinn und dessen richtige Theorie Sachen des gleichen ontologischen Typs?) für das Meinen ist, führt Kripke aus.
McGinn: es muss beispielsweise eine konstitutive Verbindung geben zwischen gemeinter Bedeutung und Gebrauch, doch eine einfache Gleichsetzung führt zu prinzipiellen Problemen. (> Kripke) - ((s) Bsp Du kannst die ganze Zeit mit Addition etwas anderes gemeint haben als ich, und dennoch bisher die gleichen Zahlen herausbekommen haben.)
"Folgeverhältnis": stimmen zwei Lebewesen in allen nichtsemantischen Beschreibungen überein (Verhalten, Inneres, Verhältnis zu anderen Dingen), müssen sie das gleiche denken und meinen.
Dennoch enthält die Basis dieses Folgeverhältnisses nichts, was die von den FUN-Merkmalen (Fruchtbarkeit, Unangreifbarkeit, Normativität) erfasste Wesensbeschaffenheit der semantischen Eigenschaften in den Griff bekommen könnte.
Gebrauchstheorie/McGinn: Bedeutung ist nicht so etwas wie die Verknüpfung von Verwendungssituationen.
I 124/25
Eben darum ist es so schwierig, die Beziehungen zu artikulieren, denn die FUN-Merkmale sind keine KAGA-Erzeugnisse. (KAGA: Kombinatorischer Atomismus mit gesetzesartigen Abbildungen).
VsGebrauchstheorie/McGinn: problematisch in Zusammenhang mit Kompositionalität.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

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> Gegenargumente zu Gebrauchstheorie

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 18.11.2017