Philosophie Lexikon der Argumente

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Gebrauchstheorie, Sprachphilosophie: der Ausdruck wurde gebildet im Anschluss an eine These von L. Wittgenstein in seinen Philosophischen Untersuchungen, § 43. "Man kann für eine große Klasse von Fällen der Benützung des Wortes "Bedeutung" - wenn auch nicht für alle Fälle seiner Benützung - dieses Wort so erklären Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache". Diese These gilt für Wörter und kann nicht auf ganze Sätze ausgedehnt werden. Siehe auch Gebrauch, Wortbedeutung, Satzbedeutung, Spracherwerb, Bedeutungstheorie, Referenz.
 
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McGinn I 120
Gebrauchstheorie der Bedeutung/Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen § 138. "Wenn Bedeutung der Gebrauch ist, hat es keinen Sinn, von Passen zu reden. Das Erfassen der Bedeutung geschieht mit einem Schlage und sicher etwas anderes als der zeitlich ausgedehnte Gebrauch."
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Wittgenstein II 266
Gebrauchstheorie/Bedeutung/Wittgenstein: die Bedeutung ist die Beschreibung der gesamten Praxis der Verwendung des Worts. - Problem: eine derartige Beschreibung lässt sich jedoch nicht angeben, denn keine Liste wird lang genug sein.

A propos V 114/115
Gebrauch/(s): führt zu Kontextabhängigkeit. - Wittgenstein: auch ein Bild wird gebraucht, daher ist es nicht eindeutig.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

> Gegenargumente gegen Wittgenstein
> Gegenargumente zu Gebrauchstheorie



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017