Philosophie Lexikon der Argumente

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Gene, Philosophie: Gene sind die Träger von Erbinformation. Philosophisch interessant die Diskussion darüber, welche Eigenschaften genetisch vererbt werden und auf welcher Ebene Gene wirksam sind bzw. auf welcher Ebene ihre Verbreitung beeinflusst wird. Siehe auch Evolution, Darwinismus, Selektion, Genidentität.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 235
McGinn: Gene haben Repräsentationsvermögen ohne Semantik.
Gene/McGinn: 2. Möglichkeit: dass es weniger dem Gehirn nützt, ein Potential zur Lösung unserer philosophischen Probleme zu entwickeln, als vielmehr den Genen.(Genetischer Code).
Genetischer Code/Gene/McGinn: enthalten die von den Genen verschlüsselten Vorschriften Prinzipien, die über die Reichweite der menschlichen Vernunft hinausreichen, und dennoch einige der verwirrten Fragen der Vernunft beantworten?
((s)VsMcGinn: aus all diesen Argumenten, dass es höchst nützlich wäre, folgt nicht, dass es so ist.)
Offensichtlich ist der genetische Code eine Vorschrift zur Konstruktion tierischer Körper einschließlich Gehirn und Geist.
I 228
Gene/McGinn: zu ihren erstaunlichsten Merkmalen gehören die Fähigkeiten zur Speicherung von Information. Ebenso die Kopierfähigkeit des gesamten Fortpflanzungsvorgangs. Nur sehr selten kommen Fehler vor.
D.h. Gene sind so gut wie lernunfähig! Umweltveränderungen führen zu so gut wie keinem Wandel der Vorschriften zur Konstruktion der nächsten Generation , egal, wie katastrophal sie sein mögen. Nur zufällige Mutation.
Während die Vernunft ein Ausbund an Flexibilität ist, sind die Gene der Höhepunkt starren Verhaltens.
I 229
McGinn: These es könnte sein, dass die Gene unsere (oben erörterten) philosophischen Problem bereits gelöst haben, zumindest zum Teil.
Denn 1. müssen sie die rein physischen Probleme der Konstruktion bereits gelöst haben, d.h. sie repräsentieren Pläne für den Körperbau, und
2. Was für den Körper gilt, gilt auch für den Geist. Insoweit ein geistiges Merkmal biologisch fundiert ist, müssen Gene Anweisung für den Aufbau von Organismen mit diesem Merkmal enthalten. (Aufbau von Bewusstsein, auch Ich, Willensfreiheit, Intentionalität, alle möglichen Arten von Wissen.).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.10.2017