Philosophie Lexikon der Argumente

 
Glauben, Philosophie: Einstellung des Fürwahrhaltens eines Satzes. Im Gegensatz zu religiösem Glauben ist der Glaube im Sinn einer Überzeugung an die Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten gebunden. Siehe auch Überzeugung, Religiöser Glaube, Propositionale Einstellungen, Intensionen, Wahrscheinlichkeit, Glaubensgrade.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 273
Def subdoxastisch/Stich: (1978): ein subdoxastischer Zustand ist kein Glaubenszustand, aber ein informationstragender Zustand. Er ist unbewusst und inferentiell isoliert von Glaubenseinstellungen. Bsp wenn es eine Transformationsgrammatik gibt, dann wären die Zustände die sie repräsentieren, subdoxastisch - Schiffer: These: Sprachverarbeitung wird durch eine Serie subdoxastischer interner Zustände geleistet.
I 26
Glauben/Schiffer: Problem: so schafft eine psychologische Theorie nicht die Bedeutung von glaubt - Lösung: > Psychofunktionalismus - funktionalistische Reduktion. Letztlich : "Bel = def 1. Element eines geordneten Paars von Funktionen das erfüllt T(f,g)". - ((s) Von dem die Theorie sagt, dass es Glauben ist)...) - ((s) "Loar-Stil" ).
I 28
Dabei wird schon vorausgesetzt, dass sie Glauben und Wünschen als Funktionen von Propositionen auf (Mengen von) internen Z-Typen bilden - das Kriterium dafür, dass ein Z-Token n ein Glauben, dass p ist, dass n ein Token eines Z-Typs ist, der die funktionale Rolle hat, die die Definition von BelT mit p korreliert.
I 150
Glaubens-Eigenschaft/SchifferVs: wenn es sie gäbe, wären sie nicht irreduzibel (absurd) - ((s) für Schiffer ist schon bewiesen, dass es eine neuronale Eigenschaft für Bsp das Zurücktreten vor einem Auto gibt.) - diese ist die Ursache. - Dann sind mentale Eigenschaften zusätzlich erforderlich - diese werden dann von keinem kontrafaktischem Konditional gestützt - ((s) Kontrafaktisches Konditional/(s): zeigt, ob etwas überflüssig ist - bzw. ob es als Erklärung hinreichend ist.)
I 155
Glaubenseigenschaften/GE/Schiffer: angenommen, es gäbe sie (sprach-unabhängig), dann müssten sie einfach (nicht-zusammengesetzt) sein - d.h. keine Funktion von anderen Dingen - Vs: Bsp die Eigenschaft, Thatcher zu lieben ist zusammengesetzt aus Lieben und Thatcher - Glauben ist aber keine solche Relation (s.o.) - Problem: wenn Glaubenseigenschaften semantisch einfach sind, dann gibt es unendlich viele - dann ist Sprachlernen unmöglich.
I 163
Glaubens-Prädikate: unproblematischer als Glaubens-Eigenschaften: Irreduzibilität aus begrifflicher Rolle - Bsp Ava wäre nicht zurückgetreten, wenn sie nicht die Glaubenseigenschaft gehabt hätte, dass ein Auto kommt - begrifflich und ontologisch unabhängig vom singulärem Term "die Existenzgeneralisierung des Glaubens, dass ein Auto kommt" - (gutartiger Prädikat-Dualismus (in Bezug auf begriffliche Rollen). - Keine Kausalkraft - pleonastisch: Ava trat zurück, weil sie die Glaubenseigenschaft hatte...
I 164
Glauben: (S) Gegeben, Ava glaubt, dass ein Auto kommt, glaubt sie dies auch in jeder möglichen Welt die physikalisch von der wirklichen Welt ununterscheidbar ist. - Problem: das kann nicht bewiesen werden - ist aber wahrscheinlich wahr - dann letztlich: sie trat zurück, weil sie in den neuronalen Zustand war. - SchifferVsEliminativismus/SchifferVsChurchland: müsste dann zur Folge haben, daß niemand etwas glaubt.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

> Gegenargumente gegen Schiffer
> Gegenargumente zu Glauben

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.09.2017