Philosophie Lexikon der Argumente

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Ich: A. Der Ausdruck einer Sprecherin für das Subjekt bzw. die Person, die sie selbst ist. Der Gebrauch dieses Ausdrucks setzt ein Bewusstsein der eigenen Person voraus.
B. Die psychische Entität eines Subjekts, das in der Lage ist, sich auf sich selbst zu beziehen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 79 f
Ich/McGinn: kann als dasjenige begriffen werden, das den Bewusstseinszuständen Einheit verleiht.
Frage: was ist das Wesen dieser Einheit, wodurch werden meine Bewusstseinszustände zu meinen und deine zu deinen?
Das philosophische Problem ist, dass wir nicht angeben können, was eigentlich ein Selbst ist.
I 81f
Ich/Selbst/McGinn: ist durch den engen Zusammenhang mit dem Bewusstsein aus dem Bereich der unkomplizierten Raumausfüllung herausgehoben. Dadurch wird das Verhältnis zum Leib problematisch.
Selbst/Ich/McGinn: wir verfügen über kein Empfindungsvermögen, mit Bezug auf das sich die Selbste (unmittelbar) als voneinander individuell gesondert darbieten. Bsp Ich kann zwar sehen, dass dein Körper von dem des anderen verschieden ist, aber nicht in der gleichen Weise sehen, dass du von ihm verschieden bist
Selbstbewusstsein/Ich/McGinn: weitere Schwierigkeit: das Ich ist auch in den Akten des Selbstbewusstseins systematisch transzendent. Die denkende Instanz wirkt als Subjekt und kann niemals bloß zum Objekt werden. Also selbst wenn das reflektierende Ich und das reflektierte Ich identisch sind, kann ich niemals zurücktreten.
Doch gerade in meinem Subjektsein liegt mein Wesen.
Es gibt auch keine Gewähr, dass das Subjekt seine wesentlichen Eigenschaften behält, wenn es Objekt wird.
...daher können wir es auch nicht als etwas auffassen, das dem gleichen Bereich angehört wie die (mereologische) Summe der Teile des Körpers, so als wäre es in verständlicher Weise aus dem gleichen Stoff zusammengesetzt, wie der Körper. (KAGA: kombinatorischer Atomismus mit gesetzesartiger Verknüpfung).
I 96f
Ich/McGinn: Das Ich ist nicht aus seinen geistigen Zuständen zusammengesetzt! In irgendeiner Weise transzendiert das Ich seine eigenen geistigen Zustände.
Aber dann muss es auch etwas geben, das diesen ontologischen Übergang auslöst!
Also müssen in den Genen Anweisungen verschlüsselt sein, für die Erzeugung des ich aus lebendem Zellgewebe.
Es mag zwar sein, dass unser Begriff der Person ein in analytischer Hinsicht undefinierbarer Grundbegriff ist, doch die Dinge selbst brauchen so etwas wie einen inneren natürlichen Aufbau und eine Konstruktionsweise.
Denn es kann, was die Personenhaftigkeit angeht, keinen Unterschied geben, dem keine physische Differenz zugrunde läge.
I 104
Ich/Bewusstsein/Meinen/McGinn: sind nach einer respekteinflössenden Tradition unauflöslich miteinander verknüpft. das Selbst gilt als Ursprung des Meinens, die Zustände des Bewusstseins als die wichtigsten Vehikel des Meinens.
McGinnVsTradition: aber um einzusehen, dass Zusammenhänge bestehen, muss man keine unauflösliche Verbindung annehmen.
II 181
Ich/Selbst/McGinn: Bsp angenommen, Außerirdische verändern unsere Wesen und machen uns zu Sofahockern, denen der Planet egal ist. Wir haben nur noch eine Vorliebe für Seifenopern. Frage: kann man sicher sein, noch man selbst zu sein? Haben die Außerirdischen Sie nicht einfach durch sich selbst ersetzt? Frage: wann wird ein Zellhaufen überhaupt ein Ich?

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

> Gegenargumente gegen McGinn
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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.06.2017