Philosophie Lexikon der Argumente

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Identität: Zwei Gegenstände sind niemals identisch. Bei Identität handelt es sich um einen einzigen Gegenstand, auf den unter Umständen mit zwei verschiedenen Bezeichnungen referiert wird. Die Tatsache, dass mit zwei Beschreibungen ein einziger Gegenstand gemeint ist, wird möglicherweise erst im Laufe einer Untersuchung entdeckt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 69
Bsp Identität: Wie klar ist die Vorstellung, dass die alten Griechen - einige alte Griechen - glaubten die Erde sei flach? Diese Erde? Wenn jemand nichts von dem glaubt, was wir über die Erde glauben, inwieweit bezieht er sich dann auf die Erde?
II 72
Das macht deutlich, daß Überzeugungen ganz ähnlich vernetzt gedacht werden müssen, wie Sätze. Überzeugungen treten - wie Sätze - nie einzeln auf.
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Dav I 21
Identität/Quine: wir können nicht "die" Beziehung herausgreifen, die für die Erkenntnis der Identität eines Gegenstands konstitutiv ist - jede Eigenschaft kann als relevant angesehen werden - Davidson: wenn der Geist immer eine eindeutige Beziehung zum Gegenstand herstellen müßte, wäre Denken unmöglich.
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Frank I 672
Identität/Davidson: "molekülidentisch", "krawattenidentisch" (>Geach: Krawattenverkäufer Jones macht die erfahrung, dass eine Krawatte in anderem Licht ganz anders aussieht). Bsp gleiche Hautrötung kann einmal Sonnenbrand, einmal etwas ganz anderes sein - auch Zwillingserden-Zwillinge sind molekül-identisch (> ZE: Zwillingserde).
I 674
DavidsonVsPutnam: die Zwillingserden-Zwillinge sind aber nicht psychisch identisch (Anomaler Monismus).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

D II
K. Glüer
D. Davidson Zur Einführung Hamburg 1993

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

> Gegenargumente gegen Davidson
> Gegenargumente zu Identität



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.07.2017