Philosophie Lexikon der Argumente

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Identität: Zwei Gegenstände sind niemals identisch. Bei Identität handelt es sich um einen einzigen Gegenstand, auf den unter Umständen mit zwei verschiedenen Bezeichnungen referiert wird. Die Tatsache, dass mit zwei Beschreibungen ein einziger Gegenstand gemeint ist, wird möglicherweise erst im Laufe einer Untersuchung entdeckt.
 
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I 14
Vage Identität/Stalnaker: kann höchstens bei I-Aussagen mit vagen Termini auftreten - Lösung/Gegenstücktheorie/Stalnaker: wenn Querweltein-Relation zwischen Klassen von Stellvertretern ((s) GS) bestehen und nicht zwischen Individuen selbst, dann muss die Relation nicht die der Identität sein, und diese andere Relation kann vage sein.)
I 126
Kontingente Identität/Stalnaker: es ist natürlich nicht so, dass der Aktualismus kontingente Identität erfordert, die obigen Beispiele können auch wegerklärt werden -man kann die Möglichkeit bloß nicht einfach auf Basis der Semantik und Identitätslogik zurückweisen - notwendige Identität: d.h. dass die These, alle Identität sei notwendig eine metaphysische These ist.
I 131
Identität/notwendig/kontingent/Stalnaker: nach der modalen Quantorentheorie ist alle Identität notwendig. - Das wollen wir nicht - Bsp ein Ding kann mehrere Gegenstücke in anderen Welten haben.
I 132
Lösung: verschiedene Weisen des Herausgreifens.
I 133
Vage Identität/Stalnaker/Nathan SalmonVsvage I: (Salmon 1981, 243) nach ihm kann I nicht vage sein: Bsp angenommen, es gibt ein Paar von Entitäten x und y so daß es vage ist, ob sie ein und dasselbe Ding sind - dann ist das Paar ganz sicher nicht dasselbe Paar wie das Paar, bei dem des definitiv wahr ist, daß x dasselbe Ding ist wie es selbst - aber dann ist es nicht vage, ob die beiden Paare identisch oder unterschieden sind.
I 134
Vage Identität/Identitätsaussage/vage Gegenstände/Stalnaker: Bsp M sei ein bestimmtes Stück Land innerhalb des unbestimmten Mt. Rainier - a) Mt. R ist ein unbestimmtes Objekt: dann ist es falsch zu sagen, dass M = Mt Rainier - b) wenn es um eine Aussage statt um ein Objekt geht: dann unbestimmt.
I 135f
Vage Identität/Stalnaker: Bsp zwei Fischrestaurants Bookbinder’s - nur eins kann mit dem ursprünglichen identisch sein - Endurantismus: Problem: "B0": (das ursprüngliche) ist dann eine mehrdeutige Bezeichnung - Perdurantismus: hier ist es eindeutig.
I 138
Vage Identität/SalmonVsVage Identität/Unbestimmtheit/Stalnaker: Salmons Argument zeigt, dass wenn wir es schaffen, zwei Entitäten a und b herauszugreifen, dass es dann eine Tatsache geben muss, ob die beiden ein Ding sind oder zwei. (Stalnaker pro Salmon, Nathan) - umgekehrt: wenn es unbestimmt ist, ob a = b, dann ist es unbestimmt, worauf "a" referiert oder worauf "b" referiert. - Aber das gibt uns keinen Grund anzunehmen, dass Tatsachen zusammen mit Begriffen das entscheiden müssen. - Salmon zeigt nur, dass wenn Tatsachen und Begriffe nicht entscheiden, dass es dann unbestimmt ist.
I 140
StalnakerVsSalmon: seine Vagheit ist eine Vagheit der Referenz.
I 139
Identität/unbestimmt/Kripke: (1971, 50-1) Bsp wäre der Tisch T in der wirklichen Welt derselbe, wenn in der Vergangenheit die ihn konstituierenden Moleküle ein wenig anders verteilt gewesen wären? - Hier kann die Antwort unbestimmt sein.
I 148
Identität/ein-stellige Prädikate/ Stalnaker: man kann nicht allgemein Sätze als Prädikationen behandeln. Bsp x^(Hx u Gx) ist eine Instanz der Form Fs, aber "(Hs u Gs)" nicht. - Daher ist unser I-Schema beschränkter als Leibniz’ Gesetz normalerweise formuliert wird.
I 154f
Def wesentliche Identität/Stalnaker: alle Dinge x und y, die identisch sind, sind wesentlich identisch - d.h. identisch in allen möglichen Welten, in denen das Ding existiert. - ((s) D.h. die Existenz wird zur Voraussetzung gemacht, nicht die Identität für die Existenz.) - Notwendige Identität/Stalnaker/(s): hier ist es umgekehrt: wenn x und y notwendig identisch sind, müssen sie in allen möglichen Welten existieren - bzw. wenn ein Ding in einer MöWe nicht existiert, kann es in den MöWe in denen es existiert, nicht notwendig identisch sein. - notwendige I/log Form: x^(x = y) > N(x = y) - schlägt in der Standardsemantik und in der GT fehl, weil ein Ding kontingent existieren kann und Selbst-I Existenz beinhaltet - zwei verschiedene Dinge können identisch sein, ohne wesentlich identisch zu sein. - Bsp zwei MöWe a und b, jede möglich für die jeweils andere, und zwei unterschiedene Dinge haben dasselbe GS in b, nämlich 3 - dann erfüllt das Paar die Identitätsrelation in b, aber weil 1 in Welt a existiert und von 2 verschieden ist, erfüllt das Paar nicht N(Ex > x = y) in b.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017