Philosophie Lexikon der Argumente

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Identität: Zwei Gegenstände sind niemals identisch. Bei Identität handelt es sich um einen einzigen Gegenstand, auf den unter Umständen mit zwei verschiedenen Bezeichnungen referiert wird. Die Tatsache, dass mit zwei Beschreibungen ein einziger Gegenstand gemeint ist, wird möglicherweise erst im Laufe einer Untersuchung entdeckt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 220
Identität/Wessel: Identitätsaussage: Abkürzung einer Aussage über die Bedeutungsgleichheit zweier Termini: wechselseitiger Bedeutungseinschluss - ta tb = def (ta >tb) u (tb > ta) - das ist aber nur für individuelle Subjekttermini korrekt.
I 220f
Identität/Hegel: a = a: Bsp Sokrates ist Sokrates : verlangt, dass Sokrates in der Zeit keine Veränderungen durchmacht!
WesselVsHegel: Verwechslung von Wort und Gegenstand - Identität und Verschiedenheit zweistellige Prädikate (Relation) - nicht einstelliges Prädikat. - x = y ist existentiell belastet.
I 221
Identität/WesselVsLeibniz: legt einen falschen Vergleich getrennter Gegenstände nahe.
I 227
Identität/Logik/Wessel: x = x: existentiell belastet : nur wahr, wenn ein Ding x existiert - nicht logisch wahr, keine Tautologie, empirische Tatsache (> Russell).
I 335
Def Identität/Wessel: i1 = i2 =def S(i1,ti2). (s) S : der Sachverhalt, dass i1 mit dem Namen i2 bezeichnet wird ? - dass a mit dem Namen b bezeichnet wird ? "b" steht für"a"?
Def Verschiedenheit/Wessel: -i (i1 = i2) =def E(i1) u E(i2) u ~(i1 = i2) - ((s) es gibt zwei Ausdrücke i1 und i2, die nicht für denselben Gegenstand stehen.)
Identität/Wessel: wir setzen das Axiom: l- i1 = i2 > ti1 ti2. < ((s) wenn die Gegenstände identisch sind, folgt, dass die entsprechenden Ausdrücke bedeutungsgleich sind .)
I 379f
Identität/Wissenschaftslogik/Wessel: 1) zu einer beliebigen Zeit ist der Gegenstand a mit dem Gegenstand b in einer beliebigen räumlichen Ordnung bezüglich eines beliebigen Verfahrens zur Feststellung der Ordnung identisch - 2) immer, wenn einer von a und b existiert, existiert der andere auch - Struktur muss die Beziehungen der Gegenstände berücksichtigen - es gibt nichts in der Natur, was die Bevorzugung der einen oder anderen Relation rechtfertigt (keine Tatsache).
Identität in der Zeit/Wissenschaftslogik/Wessel: wenn t2 nach t1, kann man nicht mehr von Identität sprechen! - t1 und t2 sind dann nur Repräsentanten derselben Klasse von Gegenständen a, wenn die Gegenstände unter Verwendung von Zeit definiert wurden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.10.2017