Philosophie Lexikon der Argumente

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Imperative: Befehle sind Aussagesätzen ähnlich, stellen jedoch keine Tatsachen fest. Es ist die Frage, ob ihnen in der Logik Wahrheitswerte zugeschreiben werden können, z.B. wenn sie befolgt oder nicht befolgt werden. Mit einer Umformulierung wie „Es ist geboten, dass…“ können Befehle Tatsachenfeststellungen angeglichen werden.
 
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I 275f
Befehl/Moral/Logik/Geach: ein Behauptungsstrich kann nicht in einem Wenn-Satz stehen. - "Wenn du möchtest..." das sind echte Imperative, nur grammatisch ein hypothetischer Satz. - Der Wunsch selbst hat mit den Wahrheitsbedingungen überhaupt nicht zu tun. - Aber eine Äußerung wird nicht leer qua Imperativ, bloß weil er nicht erfüllt werden kann.
I 282
Imperative/Logik/Geach: schwierige Probleme: "Tu x oder tu y!" kann nicht interpretiert werden als "Ich befehle x oder ich befehle y" - Analog zu Behauptungen: l- p v q kann nicht interpretiert werden als l-p oder l-q.
(Zeichenerklärung: l-: Behauptungsstrich).
Lösung/Hare/Geach: Unterscheidung Neustikon/Phrastikon (> Hare, R. M.) - Bsp Phrastikon: ist identisch in "Tu x oder tu y" und "Du wirst x tun oder du wirst y tun". - Phrastikon: "Dein zukünftiges Tun von entweder x oder y" - Neustikon: "Bitte!" oder "Ja". (assertorisch).
Disjunktion/Geach: sie gehört zum Phrastikon (tropic) - Neustikon/neustic: wird zum Phrastikon als Ganzem hinzugefügt, nicht dem einen oder anderen Disjunkt.
- - -
Zoglauer I 23
Def Phrastikon/tropic/Hare: deskriptiver Bestandteil eines Normsatzes
Def Neustikon/neustic/Hare: präskriptiver Bestandteil eines Normsatzes.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

> Gegenargumente gegen Geach



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.05.2017