Philosophie Lexikon der Argumente

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Information, Informationstheorie: Ein Zeichen oder eine Zeichenkombination enthält Information, wenn für den Empfänger klar ist, dass dieses Zeichen oder die Zeichenkombination anstelle eines anderen möglichen Zeichens oder einer möglichen Zeichenkombination erscheint. Der Vorrat an möglichen Zeichen bestimmt zu einem Teil die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Zeichens aus diesem Vorrat. Zusätzlich kann die erwartete Wahrscheinlichkeit für das Erscheinen eines Zeichens durch bereits gemachte Erfahrungen von Regelmäßigkeiten erhöht werden. Die Menge der Information, die durch ein Zeichen übermittelt wird hängt ab von der Unwahrscheinlichkeit des Auftretens des Zeichens.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Gareth Evans
I 327
Vorherrschende Information/Kaplan/Evans: nicht "Lebhaftigkeit" (VsLocke) sondern Menge, aber auch Gewicht. - Identifikation: am Ende hat man vielleicht keine falsche Information über den Zwilling, sondern eine falsche Meinung darüber, wann man diesen zuerst getroffen hat.
- - -
Frank I 488
Information/Evans: stammt aus Kontakt: man kann "Information, dass.." haben, ohne der Meinung zu sein, dass .. - Information kann nicht-begrifflich sein: nicht-begrifflicher Inhalt von Wahrnehmung.
Frank I 495
Information/Ich/Evans: der Informationszustand hat nicht die Wahrnehmung der blauen Krawatte zum Gegenstand, sondern die Krawatte selbst. - Problem: auf welche Art von Gegenstand bezieht sich Information über "ich"? - Evans: sie bezieht sich auf Körper aus Fleisch und Blut.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

> Gegenargumente gegen Evans
> Gegenargumente zu Information



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.06.2017