Philosophie Lexikon der Argumente

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Intensionen: Bezugsgegenstände, die sich aus einer sprachlichen Beschreibung ergeben, im Gegensatz zu den materiellen Gegenständen (den Extensionen), die davon abweichen können, sei es durch Ungenauigkeiten, sei es durch Verwendung indexikalischer Ausdrücke. Beispiele für Intensionen sind Die älteste Person im Raum, Der Gewinner, Johns Lieblingszitat, Wer die Geschwindigkeit übertritt. Siehe auch Morgenstern/Abendstern, Extensionalität, Extension.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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V 47
Sinn/Frege: ist eine außergeistige Entität - ("alte" Intension). - Der Gedankeninhalt, der erfasst wird - dagegen neue Intension/PutnamVsFrege: es gibt Bedeutungsunterschiede, die der Intension entgehen - also Verstehen nicht ausschließlich durch Verknüpfung mit Intension. - VsFrege: Erfassen nur durch Repräsentation, nicht 6. Sinn. - Repräsentation durch Umwelt bestimmt (> Zwillingserde)
V 48f
Einklammerung/Husserl: darüber reden, was in jemandes Kopf vorgeht, ohne Voraussetzung hinsichtlich tatsächlicher Beschaffenheit der Gegenstände - Zwillingserde Bsp "Glauben, dass ein Glas Wasser vor ihm steht (und zwar für den Glaubenden selbst im vollen, uneingeklammerten Sinn).
V 49
"Notionale Welt"/Dennett: Gesamtheit der eingeklammerten Überzeugungen eines Subjekts - Referenz natürlich der tatsächliche Stoff (>Zwillingserde) - Intension/Tradition: die notionale Welt bestimmt die Intension. - PutnamVs: das ist falsch, daher haben wir heute keinen einheitlichen Begriff von Bedeutung mehr.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

> Gegenargumente gegen Putnam
> Gegenargumente zu Intensionen



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.06.2017