Philosophie Lexikon der Argumente

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Intensionen: Bezugsgegenstände, die sich aus einer sprachlichen Beschreibung ergeben, im Gegensatz zu den materiellen Gegenständen (den Extensionen), die davon abweichen können, sei es durch Ungenauigkeiten, sei es durch Verwendung indexikalischer Ausdrücke. Beispiele für Intensionen sind Die älteste Person im Raum, Der Gewinner, Johns Lieblingszitat, Wer die Geschwindigkeit übertritt. Siehe auch Morgenstern/Abendstern, Extensionalität, Extension.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

W.V.O. Quine über Intensionen – Lexikon der Argumente

I 294
In Sätzen der propositionalen Einstellung fasse ich nur jeden der undurchsichtig eingeschlossenen Bestandteile insgesamt als Bezeichnung einer Intension auf. Nicht die einzelnen Teile sind Bezeichnungen von Intensionen.

I 379
Chisholm (laut Quine): Intensionales Vokabular ("Bedeutung", "denotieren", "synonym") ist nicht einfach durch andere Begriffe zu eliminieren. - Gavagai: Zustimmung nicht durch Kaninchen,sondern durch Glauben an Kaninchen (intensional!).
QuineVsChisholm: Reize, nicht Glauben, (Reize sind nicht intensional).
I 381
Brentano: intensionale Ausdrücke sind nicht reduzierbar. (Quine dito) > Unbestimmtheit/Quine.

Man kann Brentanos These aber so verstehen, dass sie die Gehaltlosigkeit einer Wissenschaft von den Intensionen zeigt: Den intensionalen Sprachgebrauch für bare Münze zu nehmen, heißt, Übersetzungsrelationen als objektiv gültig zu postulieren, obwohl sie prinzipiell unbestimmt sind. Aber so gehts nicht.
I 382
Wir geben nicht den Alltagsgebrauch auf sondern legen unsere kanonische Notation fest:
Kanonische Notation: keine Zitierung außer der direkten Rede keine propositionalen Einstellungen außer der physischen Konstitution und dem physischen Verhalten von Organismen.
- - -
V 187
Problem: für das ganze Reich der Intensionen, Attribute, Satzbedeutungen, nicht verwirklichter möglicher Gegenstände brauchen wir Grundsätze der Individuation, die bei Intensionen völlig fehlen. Also weg mit den Intensionen. Siehe auch >Individuation/Quine, >Possibilia.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

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> Gegenargumente zu Intensionen

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