Philosophie Lexikon der Argumente

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Intentionalität: Die Fähigkeit von Menschen und höheren Tieren, sich auf Gegebenheiten wie Dinge und Zustände zu beziehen und darauf zu reagieren. Begriffe, Wörter und Sätze beziehen sich auch auf etwas, haben aber keine Intentionalität. Dieses sprachliche Sichbeziehen nennt man stattdessen Referenz.
 
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I 132
Intentionalität/Geach: dreistellige Relation: Person-Verb-Objekt. - Bsp Für ein z, z ist ein Mann und ich sah z in Oxford unter dem Aspekt: "rannte vorüber". - GeachVsBuridan: "ratio","appelliert an", "Hinsicht": hier gibt es keine Identitätsbedingungen. - Es gibt keine Notwendigkeit, dass der Gegenstand unter dem Aspekt wahrgenommen wird. - Bsp Buridan: Sokrates weiß, dass einige Sterne über dem Horizont sind." - Geach: angenommen, Sokrates ist im Dschungel, von welchen weiß er es dann? - Buridan: "von denen, die es sind". - GeachVs: nur von "einigen", nicht z.B. vom Sternbild Aries (falscher Aspekt). - Falscher komplexer Ausdruck: "Sokrates, weiß, dass Aries über dem Horizont ist." - GeachVsBuridan: nutzt hier die Besonderheit von "wissen" aus. (Aus Wissen folgt Wahrheit).
I 137
Intentionale Identität/Intentionalität/Geach: Bsp
1. "Es gibt einen Dichter, den Smith und Brown bewundern" - oder
2. "Smith und Brown bewundern beide denselben Dichter" -
Letzteres wäre auch wahr, wenn es ein Hochstapler wäre, ersteres nicht.
"Unter der Beschreibung"/Aspekt: Problem: Bsp Smith träumte von der dicksten Frau der Welt, (die tatsächlich rothaarig ist) aber im Traum war sie kahl. - Die mittelalterlichen Probleme sind heute noch nicht gelöst. - ((s) > de re, > de dicto).

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

> Gegenargumente gegen Geach
> Gegenargumente zu Intentionalität



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.05.2017