Philosophie Lexikon der Argumente

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Internalismus: Bezeichnung für das Bestreben, Erkenntnisse und Einsichten über einen Gegenstand allein durch die Mittel der Theorie zu gewinnen, zu deren Gegenstandsbereich der zu untersuchende Gegenstand gehört. Damit sollen z.B. Einflüsse wie abweichender Sprachgebrauch oder wechselnde Interessen ausgeschlossen werden. Wird ein Gegenstand von mehreren Theorien erfasst, ist eine Klärung darüber herbeizuführen, in welcher Theorie Aussagen getroffen werden sollen. Gegenbegriff Externalismus. Siehe auch Zwillingserde.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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V 103f
Ähnlichkeit/Täuschung/Irrtum/Internalismus/Putnam: ein Außenstehender wird einen anderen Ähnlichkeitsbegriff haben als wir. - Dann können wir uns nicht "in Wirklichkeit" immer irren! - Einfach weil es keine externen Maßstäbe gibt.
V 104f
Internalismus/Übersetzung/Wahrheit/Theorie/Referenz/Putnam: metaphysisch unvereinbare Theorien (Bsp Nahwirkung/ Fernwirkung) lassen sich ineinander übersetzen. - Wenn es nur um abstrakte Entsprechung ginge, könnten unvereinbare Theorien beide wahr sein. - Internalismus: hat nichts dagegen, warum nicht gleichermaßen kohärente, aber unverträgliche Begriffsschemata?
V 106
Pointe: um eine Entsprechung zwischen zwei Bereichen herauszugreifen, braucht man einen unabhängigen Zugang zu beiden - das hat man 2000 Jahre lang nicht gesehen.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

> Gegenargumente gegen Putnam
> Gegenargumente zu Internalismus



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.05.2017