Philosophie Lexikon der Argumente

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Intersubjektivität: die wechselseitige Anerkennung eines Innenlebens durch bewusste Subjekte. Voraussetzung sind das bewusste Erkennen des eigenen Innenlebens durch ein Subjekt sowie die Annahme, dass andere Subjekte die Hauptmerkmale der inneren Verfasstheit teilen, die das Subjekt an sich selbst feststellt. Dazu gehören Sprache, Schmerzempfinden, Erinnerungsvermögen, Selbsterhaltungstrieb und gewisse Interessen. Intersubjektivität wird von einigen Autoren als Ersatzbegriff für eine als unerreichbar angenommene Objektivität gebraucht.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 823
BrandomVs Ich-Wir-Konzeptionen sozialer Praktiken: sie genügen der Adäquatheitsbedingung nicht. Sie gründen eine Unterscheidung zwischen dem, was einzelne als richtige Verwendung betrachten oder behandeln, und dem was richtig ist, auf die Gegenüberstellung der Ansichten der einzelnen und der Gesellschaft. (VsIntersubjektivität)
Das ist die übliche Art, Objektivität als Intersubjektivität zu behandeln.
I 831
Ich-Du-Stil: die Festlegungen werden von einem Individuum (Kontoführer) eingegangen, nicht von "der Gemeinschaft". (Festlegung ist mehr als bloße Regelmäßigkeit).

VsIntersubjektivität (Ich-Wir-Stil) sie ist mangelhaft, weil sie der Möglichkeit des Irrtums seitens der privilegierten Perspektive keinen Platz einräumen kann!
I 832
Ich-Du-Auffassung der Intersubjektivität: keine Perspektive ist privilegiert. Perspektivische Form statt perspektivenübergreifender Inhalt.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

> Gegenargumente gegen Brandom
> Gegenargumente zu Intersubjektivität



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.05.2017