Philosophie Lexikon der Argumente

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Introspektion: die Untersuchung eines selbstbewussten Subjekts seiner eigenen inneren Zustände. Voraussetzungen sind u.a. die Fähigkeit, Inneres von äußeren Einflüssen zu unterscheiden sowie zumindest ansatzweise der Gebrauch einer öffentlichen Sprache. Außerdem muss das Subjekt vergangene innere und äußere Zustände mit gegenwärtigen inneren und äußeren Zuständen vergleichen können und sich bewusst von anderen Subjekten unterscheiden können.
 
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I 208f
Introspektion/RyleVsIntrospektion/Ryle: kann nicht das sein, was die Tradition von ihr erwartet, da ihr Gegenstand (Objekt) ein Mythos ist. - Bewusstsein: was ich über mich herausfinden kann ist ist von gleicher Art wie das was ich über andere herausfinden kann - die kleinen Unterschiede begünstigen gerade nicht die Selbsterkenntnis. - (RyleVsNagel).
I 216
RyleVsTradition: uns begegnen im Innern gar keine Erscheinungen - solche Ereignisse gibt es nicht.
I 221 f
Introspektion/RyleVsIntrospektion/Ryle: es gibt hier keine geisterhaften Objekte - aber angenommen, es gäbe sie, dann Regress: man müsste dann auch noch gleichzeitig wahrnehmen, dass man sie wahrnimmt. - schlechte Lösung: dann müsste man zugeben, dass es nichtwahrnehmbare innere Objekte gibt - ein Wissen darüber könnte nicht auf Introspektion beruhen.

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969

> Gegenargumente gegen Ryle
> Gegenargumente zu Introspektion



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017