Philosophie Lexikon der Argumente

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Jeder/Alle: Alltagssprachliche Formen, die in der Logik als Quantoren (Allquantor) formalisiert sind. Während „Alle“ sich pauschal auf eine Gesamtheit bezieht, bezieht sich „Jeder“ auf Individuen. Bsp Jeder kann in der Lotterie gewinnen, aber nicht alle können in der Lotterie gewinnen.
 
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I 9
Jeder/alle/irgendein/ein/Geach: "Jeder Junge liebt ein Mädchen": das ist doppeldeutig.
a) unschädlich bei "küsst",
b) verheerend bei "heiratet".
Lösung: Klammer: Gott kann (alles was er kann): das ist nicht trivial - aber: Gott kann alles (was er kann): das ist trivial.
I 78
Jeder/Geach: ist kein Name, auch kein unvollständiger Gegenstand. Problem bei Negation. - Bsp "Weisheit ist etwas, das nicht von jedem besessen wird.": Lösung: hier ist "Weisheit" kein singulärer Term, sondern entspricht "ist weise".
I 113f
Jeder/Geach: echt: "Jeder liebt Smith und jeder liebt Brown." - unecht:
(6) "jeder liebt sich selbst".

Das kann wahr sein, selbst wenn "jeder Mann liebt ---" an niemand appelliert. - Aber Problem: "Jemand hasst sich selbst" - "Jemand hasst jeden" - müssen beide falsch sein, wenn es niemand gibt, von dem "jemand hasst ---" wahr ist. - (+) - Kriterium: "casus" (die angenommene Situation mit allen Kombinationen) darf keine falsche Konklusion aus wahren Prämissen haben.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

> Gegenargumente gegen Geach



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.05.2017