Philosophie Lexikon der Argumente

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Kommunikation: Allgemein die Übertragung von Information zwischen mehreren Instanzen (Menschen, Tieren, Zellen) die in der Lage sind, diese Information zu verarbeiten. In der Kommunikation wird Information kopiert, da sie am ursprünglichen Ort nicht verloren geht. Neue Information entsteht gegebenenfalls bei den einzelnen an der Kommunikation Beteiligten. Ziel der Kommunikation ist eine Veränderung beim Empfänger von Information. Zur menschlichen Kommunikation gehört auch die Art und Weise der Übermittlung, z.B. ironische Einfärbung eines Zitats oder das Wissen über die Glaubwürdigkeit einer Quelle. Siehe auch Information, Sprache, Kommunikationstheorie, Handlungen, Verstehen, Frame-Theorien.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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GLU I 89
Kommunikation/Luhmann/GLU: - spezifische Operation sozialer Systeme: 1. Mitteilung, 2. Information 3. Verstehen der Differenz zwischen Mitteilung und Information. - Kommunikation ist nicht gleich Information, sie realisiert sich nur, wenn Information verstanden wird - Information ist eine Selektion zwischen Gesagtem und Ungesagtem - Verstehen ist Selektion zwischen Mitteilung und Information.
II 47
Gesellschaft/Kommunikation/Luhmann/Reese-Schäfer: Sonderfall: nur Gesellschaft operiert mit Kommunikation - außerhalb der Gesellschaft gibt es keine Kommunikation. - Daher ist sie notwendig geschlossen. - Das ist das einzige System, für das das gilt - ((s) Also wird für das Tierreich Kommunikation ausgeschlossen?) - Dann kann kein Beobachter einen Außenstandpunkt einnehmen.
AU I Kass 13
Kommunikation/Sprache/Karl Bühler/Luhmann: statt "Übertragungsmodell": - Einheit der drei Komponenten 1. Information, das worum es geht - 2. Mitteilung - 3. Verstehen - Das gab es schon in der Antike. - LuhmannVsSprechakttheorie: das ist die Vorstellung, diese Dreiheit wäre in Akte zerlegbar. - Karl Bühler: das sind alles nur Funktionen - ((s) Funktion/(s): Ist kein Akt.)
AU I Kass 13
Kommunikation/LuhmannVsHabermas: Kommunikation dient nicht der Herstellung von Konsens. - Wenn das nicht klappt, erklärt man es einfach zur Norm und sagt "eigentlich sollte es so sein." Wir sollten aber nicht aus einer Unmöglichkeit eine Norm machen.
SchelskyVsHabermas: wenn dieses Ziel erreicht ist, hört dann die Kommunikation auf?
Lösung/Luhmann: Kommunikation ist keine Handlung, die unter eine Norm gebracht werden müsste - nur das Mitteilen ist Handlung. - Kommunikation ist offen, wenn man sie ohne Zugaben wie Wahrheit betrachtet. - Wir können auch "nein" sagen - Dagegen haben wir nicht die Möglichkeit, immer wieder von vorne zu beginnen - völlig ohne Autorität geht es nicht. - "Nein" beendet nicht die Kommunikation - Kommunikation könnte nur durch Missverstehen beendet werden. - Kommunikation kommt zustande, wenn über "ja" und "nein" noch nicht entschieden ist.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.10.2017