Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Kompositionalität, Linguistik, Sprachphilosophie: die These (ursprünglich von G. Frege), dass die Bedeutung zusammengesetzter Ausdrücke - z.B. Sätze - sich aus den Bedeutungen der Teile ergibt. Daraus folgt, dass eine Änderung von Teilen - z.B. Ersetzung eines einzelnen Worts durch ein anderes - die Bedeutung des ganzen zusammengesetzten Gebildes ändern kann. Siehe auch Frege-Prinzip.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
IV 177
Kompositionalitätsprinzip/kompositional/Fodor/Lepore: CRT (Conceptual Role Theory, Semantik der begrifflichen Rolle) braucht Gleichsetzung von inferentieller Rolle mit Bedeutung zusammen mit Unterscheidung analytisch/synthetisch, damit Konstituenten der Inferenzen die Bedeutungen liefern können. - Fodor/Lepore Vs: dann folgt aber eine sinnlose Semantik: "Braune Kühe sind gefährlich" wäre analytisch! - Field These: inferentielle Rolle = subjektive Wahrscheinlichkeit. - FodorVsField/LeporeVsField: subjektive Wahrscheinlichkeit ist selbst nicht kompositional. - Bsp Es gibt keine Addition von subjektiven Wahrscheinlichkeiten über Kühe und braune Dinge.
IV 182
Kompositionalität/Fodor/Lepore: Bsp Idioms und Metaphern sind nicht kompositional. - Kompositionalität: ist lokal: Bsp für das Buchstabieren ist die Reihenfolge wichtig. - Dagegen: global: Bestätigung von Theorien durch die gesamte Wissenschaft. - Empirische Inferenzen: sind global, nicht lokal.
IV 183
Kompositionalität: könnte nur von einer Conceptual Role Theory (Theorie der begrifflichen Rolle) erfüllt werden, die die Analytisch/synthetisch-Unterscheidung anerkennt und nicht holistisch ist.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

> Gegenargumente gegen Fodor
> Gegenargumente zu Kompositionalität



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.05.2017