Philosophie Lexikon der Argumente

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Kompositionalität, Linguistik, Sprachphilosophie: die These (ursprünglich von G. Frege), dass die Bedeutung zusammengesetzter Ausdrücke - z.B. Sätze - sich aus den Bedeutungen der Teile ergibt. Daraus folgt, dass eine Änderung von Teilen - z.B. Ersetzung eines einzelnen Worts durch ein anderes - die Bedeutung des ganzen zusammengesetzten Gebildes ändern kann. Siehe auch Frege-Prinzip.
 
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Berka I 478
Kompositionalität/zusammengesetzt/Aussage/komplex/Tarski: zusammengesetzte Aussagen müssen nicht Verbindungen einfacherer Aussagen sein, das gilt nur für Aussagenfunktionen (AF).
Kompositionalität: sollten wir Kompositionalität nur für Aussagenfunktionen, nicht für Aussagen zulassen? - Problem: dann führt eine "Rekonstruktion" aus Operatoren nicht zur Wahrheit/Falschheit einer bestimmten Aussage. - Grund: weil wir Aussagen als gewisse Sonderfälle der Aussagenfunktion erhalten.
Lösung: Erfüllung - Schema: für jedes a - a erfüllt die Aussagenfunktion x gdw. p - Bsp a erfüllt die Aussagenfunktion "x ist weiß" gdw. a weiß ist - dann erfüllt insbesondere Schnee die Aussagenfunktion "x ist weiß". - ((s) weil Erfüllung eben auf Aussagenfunktionen und nicht auf Aussagen bezogen ist.)

Tarsk I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017