Philosophie Lexikon der Argumente

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Kontext/Kontextabhängigkeit: Sätze, Wörter und Texte sind in verschiedenem Maße von der Ergänzung durch zusätzliche Angaben zur Beseitigung von Mehrdeutigkeiten abhängig. Insbesondere führt der Gebrauch von Indexwörtern wie „hier“, „jetzt“, aber auch von Pronomina wie „mein“ zu Unbestimmtheiten der Referenz. Die zusätzlichen Angaben können evtl. aus einer schon vorhandenen Informationsmenge entnommen werden, wobei die zu untersuchenden Sätze, Wörter oder Texte eine Teilmenge dieser umfassenderen Menge bilden. Eine solche schon an anderem Ort vorhandene umfassendere Informationsmenge wird Kontext genannt. Siehe auch Abhängigkeit, Ambiguität, Unbestimmtheit, Entdeckung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 90
Kontextabhängig/Kontextabhängigkeit/Fraassen:
a) Bedeutung von Theorien - wird durch Kontext "erklärt"
b) Sprache des Gebrauchs von Theorien. ((s) Diese Sprache ist nicht auf die Theorie beschränkt, sondern letztlich die Alltagssprache).
Def externe Sätze/Quine: kontext-unabhängige Formulierung von Theorien.
I 115
Kontextabhängigkeit/ kontextabhängig/Fraassen: jede Theorie der Kausalität muss erklären, was als unwichtig ausrangiert wird. Und das geschieht eben kontextabhängig. - Das wiederum ist objektiv. So viel Kontextabhängigkeit muss immer sein. - Kontrafaktisches Konditional: Problem: hier gibt es zu viel Kontextabhängigkeit.
I 125
Ursache/Fraassen: ist kontextabhängig - beschreibungsabhängig. - Viele Autoren liefern ganz verschiedene Definitionen - Lewis: Ursache ist der Faktor, den wir am wenigsten kontrollieren.
Nagel: Ursache ist der Faktor, den wir am meisten kontrollieren. -
(Erklärungsmäßige) Relevanz/Fraassen: ist kontext-abhängig.
I 130
Kontextabhängigkeit/Fraassen: bedeutet, dass ein Faktor weder durch die Gesamtheit der akzeptierten Theorien bestimmt wird, noch durch das Ereignis oder die Tatsache, die erklärt werden soll.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.11.2017