Philosophie Lexikon der Argumente

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Kontingenz, Philosophie: Kontingenz ist nicht gleichbedeutend mit Zufälligkeit, sondern drückt aus, dass eine bestehende Tatsache auch anders hätte sein können. Ihr Gegenbegriff ist Notwendigkeit. Siehe auch Zufall, Notwendigkeit, Notwendigkeit de re.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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II 100
"Doppelte Kontingenz"/Parsons/Reese-Schäfer: es kann kein Handeln zustande kommen, wenn Alter sein Handeln davon abhängig macht, wie Ego handelt und Ego sein Verhalten an Alter anschließen will. - Lösung: Zeitdimension. - Doppelte Kontingenz führt zwangsläufig zur Bildung sozialer Systeme.
AU Kass 10
Doppelte Kontingenz/Luhmann: ich muss mir überlegen was ich tue, damit du das tust was du tun sollst, für mich.
AU Kass 14
Doppelte Kontingenz/Parsons: die Sozialordnung existiert schon vor den Verträgen, Familie vor Familienrecht, Kirche vor Dogmatik usw. - Luhmann: Frage: wie wird ein optimaler Weg gefunden, wenn alle ihre Leistungen aber auch Verweigerung einbringen können? - Man geht von zwei Akteuren aus - alter/ego - Kontingenz: zwei Dimensionen: 1. Abhängigkeit von etwas - 2. Es könnte auch anders sein - Gemeinsame Werte sind sekundär. - Man kennt die gemeinsame Werte am Anfang gar nicht. - Pure Zeitlichkeit - Einer handelt zuerst - damit durchbricht er einen Zirkel. - ("Ich tue was Du willst, wenn Du...") - Frage: was ist zuerst da, die doppelte Kontingenz oder das System?
AU Kass 14
Doppelte Kontingenz/Luhmann: Konfliktlösung - Existenz nur im Vollzug, keine Vorgeschichte, keine Anfangsbedingungen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997

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> Gegenargumente gegen Luhmann

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 18.10.2017