Philosophie Lexikon der Argumente

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Konvention W: (auch Konvention T) Bestandteil der Wahrheitstheorie von A. Tarski, der die Forderung enthält, dass in dem sogenannten W-Schema Tr(x) <> p mit der Beispielsinstanz „Schnee ist weiß“ ist wahr, genau dann, wenn Schnee weiß ist die rechte Seite der Äquivalenz, also p eine Übersetzung des Ausdrucks x auf der linken Seite in die Metasprache der Theorie ist, wobei die Metasprache u.a. reich genug sein muss, um das Prädikat „ist wahr“ zu enthalten. Daraus folgt eine Ableitbarkeit beliebig vieler weiterer Instanzen des Schemas.
 
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Berka I 476f
Def Konvention W/Originalstelle/Tarski: eine formal korrekte in den Termini der Metasprache formulierte Definition des Symbols "Wr" ("Klasse aller wahren Aussagen") werden wir eine zutreffende Definition der Wahrheit nennen, wenn sie folgende Folgerungen nach sich zieht.
I 477
a) alle Sätze, die man aus dem Ausdruck "x ε Wr gdw "p" gewinnt, indem man für das Symbol x einen strukturell-deskriptiven Namen einer beliebigen Aussage der betrachteten Sprache ((s) der Objektsprache) und für das Symbol "p" den Ausdruck, der die Übersetzung dieser Aussage in die Metasprache bildet, einsetzt;
b) die Aussage "für ein beliebiges x - wenn x ε Wr, so x ε AS" (oder mit anderen Worten "Wr ⊂ AS") - neu gegenüber Kapitel 1: Einführung der Metasprache.

Tarsk I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017