Philosophie Lexikon der Argumente

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Konzeptualismus, Philosophie: die These, dass Begriffe Konstruktionen des menschlichen Geistes sind und ihrerseits keine reale Existenz haben. Damit wird auch Universalien die Existenz abgesprochen. Sie existieren höchstens als Einteilungen, nicht aber als Ideen. Siehe auch Nominalismus, Begriffsrealismus, Platonismus, Universalien, Ideen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Place I 25
Def Konzeptualismus/Place: (PlatonVs, Aristoteles pro, Place pro). Alles gehört zu einer dieser 4 Kategorien: 1. konkretes Einzelding (ED) 2. Eigenschaft eines Einzeldings 3. Situation 4. Eigenschaft einer Situation (II 31 auch Eigenschaften von Eigenschaften. Bsp syntaktische Relation innerhalb eines Satzes sind Relationen zwischen Wörtern - Def Wörter: bestehen in gewissen formalen Eigenschaften entweder eines Ereignisses (vokaler Äußerung) oder Einzelding: (Schriftzeichen)
Place I 26
Konzeptualismus: also gibt es keine Abstrakta wie Zahlen, Mengen oder Naturgesetze (als Zustände in der Welt, nur als Formeln, die etwas beschreiben) - Universalien/K: existieren in zwei Hinsichten: 1. In dem Sinn, wie ihre Instanzen existieren (sie real vorkommen) 2. In dem Sinn, dass lebende Organismen disponiert sind, Einzeldinge zu klassifizieren und die Klassifikation in den semantischen Konventionen der natürlichen Sprache verkörpert sind - also als Abstraktionen aufgrund von Ähnlichkeiten zwischen Einzeldingen.
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Place II 49
KonzeptualismusVsAbstrakta/Place: VsNominalisierung von "Zerbrechlichkeit" an Subjektposition. - Vsmögliche Welten - II 56 leugnet aber nicht Universalien.
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Place III 110
Konzeptualismus/Ähnlichkeit/Place: (pro, wie Martin): es muss eine Hinsicht geben, in der sich zwei Dinge ähneln, damit sie "von derselben Art" sein können. - In dieser Hinsicht können sie nicht "unexakt" ähnlich sein.
U/Art/Konzeptualismus/Place: Universalien nicht zusätzlich zu den Ähnlichkeiten zwischen ihren Instantiationen - Lösung: "Art", "Universale": vom Objekt aus gesehen: welche Eigenschaften müssen die Einzeldinge haben - "Begriff", "Intension": betreffen die Disposition des Geistes zur Klassifikation.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Place I
U. T. Place
Dispositions as Intentional States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place II
U. T. Place
A Conceptualist Ontology
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place III
U. T. Place
Structural Properties: Categorical, Dispositional, or both?
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place IV
U. T. Place
Conceptualism and the Ontological Independence of Cause and Effect
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place V
U. T. Place
Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004

Place I
U. T. Place
Dispositions as Intentional States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place I
U. T. Place
Dispositions as Intentional States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place V
U. T. Place
Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004

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