Philosophie Lexikon der Argumente

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Kripkes Wittgenstein: Interpretation von Saul A. Kripke eines Problems von L. Wittgenstein im Zusammenhang mit dem Regelfolgen. Kripke dehnt Wittgensteins Zweifel in Bezug auf die Sicherheit, mit der wir unser eigenes Meinen beurteilen, aus. Wenn wir nur Regeln zu befolgen glauben, wissen wir zum Beispiel nicht sicher, was wir mit Addition meinen. Aus einer endlichen Folge von Fällen in der Vergangenheit lässt sich keine Gewissheit über zukünftige Fälle gewinnen. Kern des Problems ist nach Kripke, dass es keine Tatsachen gibt, die die Bedeutung unserer eigenen Überzeugungen festlegen.
 
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I 66
Kripkes Wittgenstein/NagelVsKripke: Kripke ist reduktionistischer als Wittgenstein gewünscht hätte. - Es geht nicht um (naturalistische) Tatsachen aus der Vergangenheit.
I 68
Lösung/Nagel: es gibt gar keine Alternativbedeutungen (keine alternative Bedeutungen). - Nagel: wir verwenden aber immer noch unsere Sprache; auch beim Versuch, ihre Unmöglichkeit zu behaupten.
I 69
Es ist möglich, dass einige meiner Wörter nichts bedeuten, aber um das festzustellen, muss ich andere Wörter richtig gebrauchen -
I 69/70
Meinen/Kripke/Kripkes Wittgenstein/Nagel: Problem: die Lücke zwischen dem Nichtnormativen und dem Normativen. Das Meinen impliziert den Unterschied zwischen richtigen und falschen Antworten. - Verhalten, Überzeugungen, dispositionale oder erfahrungsbedingte Tatsachen implizieren keine derartigen Konsequenzen. - Deshalb können jene nicht in diesen bestehen.
I 72
Kripkes Wittgenstein/StrawsonVsKripkeNagel: wir verstehen die Sprache gut genug um zu erkennen, wenn Inkonsistenzen ausschließlich dem Sinn oder der Bedeutung zuzuschreiben sind.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

> Gegenargumente gegen Nagel



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017