Philosophie Lexikon der Argumente

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Leere Menge: Menge ohne Element. Schreibweise ∅ oder {}. Es gibt nur eine leere Menge, da es ohne ein vorhandenes Element keine Möglichkeit gibt, eine Spezifizierung der Menge anzugeben. Die leere Menge kann damit angegeben werden, dass jedes Element der leeren Menge nicht mit sich identisch ist {x x ungl x}. Da es einen solchen Gegenstand nicht gibt, muss die Menge leer sein. Die leere Menge ist nicht die Zahl Null sondern Null gibt die Mächtigkeit der leeren Menge an.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 63ff
Leere Menge/Prior: stiftet nur als logische Konstruktion Identität zwischen Einhörnern und Pegasi. - Eine logische Konstruktion ist keine irgendwie geartete Entität. - ((s) Es gibt nur eine leere Menge, sie ist also mit nichts vergleichbar.) - Sie macht auch Einhörner und Pegasi nicht vergleichbar, weil sie keine Elemente hat).
I 63ff
Leere Menge/Prior: Lösung: zu sagen, dass es genau eine Nullklasse gibt, heißt dann einfach: für ein φ nichts φt und für jedes φ und ψ, wenn nichts φt und nichts ψt, dann was immer fφt ψt und was immer ψt, φt. - Verwandt: Relation-in-Extension:
Relation in Extension/Prior: zwei stellige Prädikate können in der gleichen Weise mit Relation in Extension assoziiert werden.
Bsp Beides: Vater und Mutter sein von ist nicht dasselbe wie
beides: größer und kleiner sein als
aber die korrespondierenden "Relation in Extension" sind dieselbe!
Denn man kann sagen, dass für ein x und ein y, wenn x beides ist, Vater und Mutter von y dann ist x auch größer und kleiner als y und umgekehrt, denn beide Implikationen sind einfach leer!


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

> Gegenargumente gegen Prior



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.06.2017