Philosophie Lexikon der Argumente

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Logische Konstanten: auch logische Partikel oder Verknüpfungen genannt, sind z.B. und; oder; wenn, dann; nicht. Der Ausdruck Kontante wird gebraucht, weil die Bedeutung der logischen Verknüpfungen sich auch bei der Übersetzung in andere Sprachen nicht ändern kann, sondern immer erhalten bleibt. Würde man z.B. versuchen, bei einer Übersetzung „und“ durch „oder“ zu ersetzen, ergäben sich Fehler, die festgestellt werden können, auch wenn das Vokabular der fremden Sprache nicht gänzlich bekannt ist.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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EMD II 56
Sprachrelativ/logische Konstanten/Intuitionismus/Quine/McDowell: man könnte meinen, die logischen Konstanten hätten im Intuitionismus einen anderen Sinn als in der klassischen Logik.
Vs: Problem: dann könnte der Intuitionist den Satz vom ausgeschlossenen Dritten gar nicht ablehnen, weil er aus seinem Mund etwas anderes bedeutet als aus dem Mund des klassischen Logikers. - Er müsste sonst eine schizophrene Position einnehmen (> Prior).
Übersetzung involviert, das sprachliche Verhalten des anderen zu beschreiben, daher versteht man, was der andere genau ablehnt. - ((s) Das völlige Nichtverstehen der Gründe eines anderen ist verträglich damit, dass man die Bedeutungen der verwendeten Wörter versteht, d.h. dieselbe Sprache spricht, oder perfekt übersetzen kann.)
EMD II 56
Logische Konstanten: wenn sie ihre Bedeutung aus logischen Wahrheiten erhalten, die unter jeder Interpretation wahr sind: dann muss die Bedeutung in dem stecken, was gleich bleibt: den Verknüpfungen. - Gültigkeit: Frage der Bedeutungstreue logischer Konstanten.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.06.2017