Philosophie Lexikon der Argumente

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Logischer Eigenname: Bsp dies, diese, dieser. Laut B. Russells früher Theorie die einzigen echten Namen. Logische Eigennamen sind nicht identisch mit Demonstrativa. Siehe auch Bekanntschaft, Demonstrativa.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 150f
logische Eigennamen/Prior: machen komplexe Prädikate überflüssig - N und M sind l.E. dann und nur dann, wenn irgendwelche Sätze, in denen sie beide gebraucht werden (nicht nur erwähnt) eine Relation zwischen den Objekten ausdrücken auf die sie sich beziehen, und deren Relation eine Konverse hat, so daß wenn f und y Konversen sind, [φMN] und [ ψNM] logisch äquivalent sind - ein Ausdruck N ist dann ein logischer Eigenname (Russellscher Eigenname, "dies" usw.), dann nur dann wenn [(δφ)N] ununterscheidbar in der Bedeutung von [δ(φN)] ist. (Klammer) - Prior: das letztere trägt dazu bei, dass man sagen könnte, logische Eigennamen sind immer Argumente satzbildender Funktionen und niemals Funktionen solcher Funktionen. - Allgemein: ein Kontext eines Kontexts eines echten "Arguments" x ist ein Kontext von x. - Bsp "Ich denke, dass dies ein Mensch ist" ist synonym (!) mit "Dies ist ein Gedanke von mir, ein Mensch zu sein".
I 149
gebundene Variablen/Prior: stehen für logische Eigennamen - "Für ein x: 1. x φt , 2. Nichts anderes als x φt und 3. Es ist nicht der Fall, dass x ψt".
I 152
logische Eigennamen/Prior: wenn Ausdrücke wie "der φ-er" als Russellscher logischer Eigenname gebraucht werden können, dann können ohne Zweifel alle Namen so gebraucht werden! - aber Peirce und Russell glauben, dass das nicht so ist, es werden echte Relationen ausgedrückt -
I 155
Namen/Relation/logische Eigennamen/Prior: wenn "Y" ein logischer Eigenname ist, sind die folgenden Formen äquivalent: (A) X sagt, dass Y kahl ist - (B) X sagt von Y dass er kahl ist - (C) Y wird von YX für kahl gehalten. - Problem: was sind dann Namen in diesem Sinne überhaupt? - Prior These: Es gibt eine enge Beziehung zwischen Namen und dem Begriff "über etwas sein.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.10.2017