Philosophie Lexikon der Argumente

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Meinen: die Absicht einer Sprecherin, mit ihren Worten, Gesten oder Handlungen sich in einer für andere erkennbaren Weise auf einen Gegenstand, eine Eigenschaft eines Gegenstands oder eine Situation zu beziehen. Aus dem Meinen zusammen mit der Situation sollen Hörer die Bedeutung der verwendeten Zeichen erkennen können.
 
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I 104
Meinen/Bezug/McGinn: wenn ich das Wort "rot" verwende, meine ich damit etwas bestimmtes, und das ist verschieden von dem, was ich mit anderen Worten meine.
I 106
Wer die Bedeutung des Wortes beherrscht, hat die weitaus meisten der entsprechenden Gegenstände nie gesehen.
Die Unendlichkeit ist von vornherein in der Intentionalität angelegt. Das ist gerade der Witz des Meinens. Das Meinen gestattet uns den Zugang zu Orten, Zeiten und Entfernungen, an die der Körper und die Sinne nicht herankommen .
Wenn man etwas mit einem Wort meint, beherbergt man nicht ein isolierbares Element im Strom der geistigen Vorgänge, denn der gemeinte Sinn verhält sich nicht wie Schmerzen.
Das Meinen breitet sich nicht in einem Medium aus, in dem die Einzeldinge aneinander gereiht sind.
es ist sogar wichtig, dass das Meinen diffus ist.
I 109
Es ist ausgeschlossen, mit einem Wort etwas zu meinen, ohne dass bestimmt wäre, was als richtige Äußerung dieses Wortes gilt. (((s) > tonk).
Der gemeinte Sinn ist diejenige Instanz, die die Bildung wahrer oder falscher Äußerungen gestattet.
I 118
Tradition: wir wissen, was wir meinen.
McGinnVsprivilegierter Zugang/Meinen: das ist ein Irrtum: es kann sein, dass wir etwas unter einer Beschreibung kennen, ohne es anderen Beschreibungen unterordnen zu können, dass das uns so unmittelbar Bekannte in theoretischer Hinsicht womöglich gar nicht verständlich ist.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

> Gegenargumente gegen McGinn



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017