Philosophie Lexikon der Argumente

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Meinen: die Absicht einer Sprecherin, mit ihren Worten, Gesten oder Handlungen sich in einer für andere erkennbaren Weise auf einen Gegenstand, eine Eigenschaft eines Gegenstands oder eine Situation zu beziehen. Aus dem Meinen zusammen mit der Situation sollen Hörer die Bedeutung der verwendeten Zeichen erkennen können.
 
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I 232
Meinen/Grice/Tugendhat: der Sprecher, der den Satz "p" verwendet, beabsichtigt zu bewirken, dass der Hörer "p" für wahr hält. - A beabsichtigt, dass B meint, dass A meint, dass p - (revidierte Fassung)
I 271
Def Meinen/Tugendhat: engere Form des Glaubens: wenn der Sprecher keine über den Ausgang dieses Spiels hinausgehenden Absichten hat - Glaubensdisposition ist davon trennbar. - Man meint nicht immer p, wenn man glaubt dass p.
Glauben: hat Ursachen - Meinen: kann außer Ursachen auch Gründe haben.
Meinen: ist nicht die Erwartung, dass p sich als wahr erweisen lässt - (denn Meinen ist sowieso Erwartung). - Meinen = Spielabsicht (darüber kann man den Hörer täuschen). - Glauben/Tugendhat: gibt es auch bei Tieren.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

> Gegenargumente gegen Tugendhat



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.05.2017