Philosophie Lexikon der Argumente

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Mentalesisch: Eine Sprache, von der angenommenen wird, dass sie für die Informationsverarbeitung im Gehirn gebraucht wird. Sie soll sich von der Alltagssprache unterscheiden, was eine zweifache Übersetzung nötig machen würde. Kritiker wenden ein, dass dies die Erklärungen lediglich verkompliziert bzw. dem Gehirn eine höhere Arbeitsleistung abverlangt, als nötig wäre. Bekannt geworden das Homunculus-Argument gegen die Sprache des Denkens.
 
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I 491
Mentalesisch/Sprache des Gehirns/Dennett: eine einheitliche "Gehirnsprache", in der die Information in verschiedenen menschlichen Gehirnen gespeichert ist, ist sehr unwahrscheinlich, aber nicht völlig unmöglich. - Und deshalb sind Gehirne etwas völlig anderes als Chromosomen. ((s) Warum denn? Weil es die Sprache nicht gibt, oder weil sie denkbar ist?)
II 69
Intentionalität/Mentalesisch/Dennett: Bsp mehrdeutige Beschreibung (Maler) wie steht es mit der entsprechenden Handlung?
Die Handlungen selbst besitzen eine Bedeutung, weil sie in Mentalesisch formuliert sind! Dennett: das ist eine hoffnungslose Antwort, und zwar nicht deshalb, weil man sie im Innern des Gehirns nicht finden könnte, man kann sie finden!
Hoffnungslos ist sie, weil sie das Problem nur verschiebt. Denn angenommen, es gäbe eine Denksprache, woher nähme sie die Bedeutungen ihrer Begriffe. Und woher wüssten wir, was ihre Sätze in unserer Sprache bedeuten (Dennett wie Searle, wie Putnam).
Mentalesisch/Dennett: das meiste, was über die Möglichkeiten einer "Denksprache" geschrieben wurde, setzt voraus, daß wir in einer geschriebenen Denksprache denken! (DennettVsMentalesisch).
II 69
Mentalesisch/DennettVsMentalesisch: verschiebt das Problem (wie Searle, wie Putnam).

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

> Gegenargumente gegen Dennett
> Gegenargumente zu Mentalesisch



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017