Philosophie Lexikon der Argumente

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Mentalesisch: Eine Sprache, von der angenommenen wird, dass sie für die Informationsverarbeitung im Gehirn gebraucht wird. Sie soll sich von der Alltagssprache unterscheiden, was eine zweifache Übersetzung nötig machen würde. Kritiker wenden ein, dass dies die Erklärungen lediglich verkompliziert bzw. dem Gehirn eine höhere Arbeitsleistung abverlangt, als nötig wäre. Bekannt geworden das Homunculus-Argument gegen die Sprache des Denkens.
 
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I 206
Mentalesisch/Glauben/Field/Peacocke: Field These: Systeme, die hinreichend komplex für Glaubensbegriffe sind, haben Systeme interner Repräsentationen, in denen die Satz-Analoga signifikante grammatische Struktur haben.
I 209
Mentalesisch/Peacocke: ein Modell, das ohne Annahme einer Gedankensprache auskommt müsste zwei Dinge erklären:
1. Wie kann man propositionalen Inhalt zuschreiben, ohne auf syntaktische Strukturen Bezug zu nehmen? - Das heißt, relativ komplexe Inhalte müssen syntaktisch unstrukturierten (psychischen) Zuständen zugeschrieben werden.
2. Es muss gezeigt werden, wie interagieren diese Zustände mit Wahrnehmung und Verhalten?
I 215
Ein einfaches Modell (Relation statt Sprache) scheint nicht die instrumentalistische Vorstellung eines rational Handelnden zu verlangen. - Im Gegenteil, wenn jemand das relationale Modell erfüllt, wäre ein Realismus in Bezug auf Mechanismen einer rationalen Glaubens-Wunsch-Psychologie gerechtfertigt.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017