Philosophie Lexikon der Argumente

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Metapher: Die Übertragung eines sprachlichen Ausdrucks in einen anderen Zusammenhang als den, in dem er erwartet wurde. Die Erwartung ergibt sich aus der Häufigkeit von bisherigen Verwendungen in bestimmten Kontexten. Durch die Übertragung wird ein Ausdruck, der eigentlich an der Stelle in der Rede erwartet wurde, ersetzt. Bedingung für die Ersetzung ist eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Merkmalen von altem und neuem Ausdruck, die für das Verständnis erforderlich ist. Die Unwahrscheinlichkeit des Auftretens des neuen Ausdrucks ist eine Bedingung für die rhetorische Wirkung der Metapher.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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(laut Rorty):
Metapher/Davidson: eine Bedeutung haben heißt, einen Platz in einem Sprachspiel haben. Metaphern haben per Definitionen keinen! Metaphern unterbrechen eine Unterhaltung. Sie übermitteln keine Botschaft. Metaphern können nicht paraphrasiert werden.
Rorty III 50
Metapher/Davidson: eine neue Metapher drückt nicht das aus, was schon vorher dagewesen ist, obwohl sie natürlich dadurch verursacht wird.
- - -
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 168
Davidson (im Gespräch mit Joachim Schulte): es gibt keine Metaphern, nur wörtliche Bedeutung: menschliche Ratte: Bedeutung: kleines Pelztier, nicht "verächtlicher Mensch".
Metaphern/Davidson: Ursachen, aber nicht Gründe für einen Wechsel der Überzeugungen.
Glüer II 168
Metapher/Davidson: Bsp wenn ich jemand eine "Ratte" nenne, dann ist die Bedeutung "kleines Pelztier" usw. - nicht etwa "verächtliche Person" - Jemand, der die Metapher verstehen will, muß wissen, was eine Ratte ist. - ("first meaning") - "Ratte" ist nicht doppeldeutig! - Lösung/Davidson: neu: zwei Intentionen gleichzeitig.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

D II
K. Glüer
D. Davidson Zur Einführung Hamburg 1993

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