Philosophie Lexikon der Argumente

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Metasprache: Die Sprache, in der über sprachliche Formen, Bedeutung von Ausdrücken und Sätzen, über Sprachgebrauch sowie die Zulässigkeit von Bildungen und die Wahrheit von Aussagen gesprochen wird. Die Sprache, auf die man sich dabei bezieht, wird Objektsprache genannt. Eine Aussage über die Form, Korrektheit oder Wahrheit einer anderen Aussage beinhaltet also beides Objektsprache und Metasprache. Siehe auch Reichhaltigkeit, Wahrheitsprädikat, Ausdrucksfähigkeit, Paradoxien, Erwähnung, Gebrauch, Quasi-Anführung, Zitat, Hierarchie, Fixpunkte.
 
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I 103
Metasprache/MS/Prior: Problem: "ich sage etwas falsches" kann nicht das einzige sein, was sich sage - dann ist eine Metasprache notwendig, sonst entsteht eine Absurdität: ich könnte ein kurzes Zeitintervall wählen, in dem ich nichts Zweites sagen könnte. - Außerdem: die Sprache, in der die Theoreme ausgedrückt sind, kann nicht dieselbe sein, die bei einigen anderen Gelegenheiten dazu benutzt wird.
Hierarchie ist auch ohne Metasprache möglich: Bsp "N": "etwas, das Prior zwischen t und t' sagt, ist nicht der Fall": dann: N ist ein wahrer Satz gdw. etwas...nicht der Fall ist. - ((s) Ohne Anführungszeichen). - Bsp VsMetasprache: "Hol mich der Teufel wenn Gras pink ist". - ((s)Quasi- "Operator") - Prior: "Isolation" durch "hol mich" - Lösung: Wir haben dann einen Meta-Teil der Sprache (isoliert), keine vollständige Metasprache.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017