Philosophie Lexikon der Argumente

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Metasprache: Die Sprache, in der über sprachliche Formen, Bedeutung von Ausdrücken und Sätzen, über Sprachgebrauch sowie die Zulässigkeit von Bildungen und die Wahrheit von Aussagen gesprochen wird. Die Sprache, auf die man sich dabei bezieht, wird Objektsprache genannt. Eine Aussage über die Form, Korrektheit oder Wahrheit einer anderen Aussage beinhaltet also beides Objektsprache und Metasprache. Siehe auch Reichhaltigkeit, Wahrheitsprädikat, Ausdrucksfähigkeit, Paradoxien, Erwähnung, Gebrauch, Quasi-Anführung, Zitat, Hierarchie, Fixpunkte.
 
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I passim
TugendhatVsMetasprache
I 326
Metasprache/MS/Tugendhat: typische Wahrheitsbedingungen einer prädikativen Behauptung: sie wahr gdw. der singuläre Term ein Element der Klasse ist, für die das Prädikat steht - dann erfolgt die Bezeichnung des Gegenstands in der Metasprache.
TugendhatVsMetasprache: 1. Rückfall in die Gegenstandstheorie - 2. Man muss schon verstehen, was eine Klasse ist.- 3. Man muss den Ausdruck schon in einer anderen Sprache verstehen - 4. Prädikat und singulärer Term werden nicht als Komplementärausdrücke erklärt.
III 213
TugendhatVsMetasprache: setzt voraus, dass wir die metasprachlichen Zeichen verstehen - sonst wären wir ja über die Syntax nicht hinausgekommen. - Dann werden immer höhere Stufen nötig - Regress. - Lösung: Pragmatik (VsCanap).

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.05.2017