Philosophie Lexikon der Argumente

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Metasprache: Die Sprache, in der über sprachliche Formen, Bedeutung von Ausdrücken und Sätzen, über Sprachgebrauch sowie die Zulässigkeit von Bildungen und die Wahrheit von Aussagen gesprochen wird. Die Sprache, auf die man sich dabei bezieht, wird Objektsprache genannt. Eine Aussage über die Form, Korrektheit oder Wahrheit einer anderen Aussage beinhaltet also beides Objektsprache und Metasprache. Siehe auch Reichhaltigkeit, Wahrheitsprädikat, Ausdrucksfähigkeit, Paradoxien, Erwähnung, Gebrauch, Quasi-Anführung, Zitat, Hierarchie, Fixpunkte.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Hintikka I 43 ff
Philosophie/Wittgenstein/Hintikka: die These der Sprache als universelles Medium hat als Konsequenz die Idee der Universalität der Sprache. (US). Philosophische Ansichten genießen nicht das Vorrecht der Formulierung in einer eigenen Metasprache.
Wie es keine Metaphysik gibt, gibt es auch keine Metalogik. Der Ausdruck 'einen Satz verstehen' ist auch nicht metalogisch, sondern ein Ausdruck wie jeder andere auch. (Ms 110, 189)
I 44
Bsp Der Fall entspricht dem der Rechtschreibelehre, die es auch mit dem Wort 'Rechtschreibelehre' zu tun hat.
Wittgensteins philosophische Technik: immer wieder die Frage: Bei welcher Gelegenheit würde jemand den und den Satz äußern? Das setzt voraus, dass eine philosophische Diskussion nicht zu den relevanten Gelegenheiten gehört.
I 45
Alle Metatheoretischen und philosophischen Diskurse scheiden aus der Untersuchung aus. Grund These der Universalität der Sprache.
I 47
Metasprache/Metatheorie/Wittgenstein/Hintikka: es kann keine Metatheorie geben, auch nicht in der Mathematik. - Es gibt grundsätzlich keine "höheren Ebenen" - daher kann man in der Mathematik keinen eigentlich semantischen Wahrheitsbegriff anwenden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.10.2017