Philosophie Lexikon der Argumente

 
Minimalismus, Philosophie: hier insbesondere minimalistische Wahrheitstheorien. Die These des Minimalismus ist, dass Wahrheit aus dem W-Schema von Tarski Wr(S) <> p (Bsp „Schnee ist weiß“ ist wahr genau dann, wenn Schnee weiß ist) gewonnen werden kann, ohne zusätzliche Gegenstände anzunehmen. Er unterscheidet sich vom Deflationismus darin, dass er Wahrheit keine substantiellen Eigenschaften abspricht. Siehe auch Deflationismus, Disquotationalismus, Inflationismus, Wahrheitstheorie, Wahrheitsdefinition, Wahrheit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Re III 49
Minimalismus/Wright/Read: 1. These: die Behauptung, Wahrheit sei keine substantielle Eigenschaft, kann wesentliche Zuge des Begriffs der Wahrheit nicht erklären, insbesondere, dass sie sich von gerechtfertigter Behauptbarkeit unterscheidet.
2. These: Wahrheit geht über Behauptbarkeit hinaus, indem sie stabil (einmal wahr, immer wahr), und absolut (ohne Grade der Rechtfertigung) ist.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.09.2017