Philosophie Lexikon der Argumente

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Modale Eigenschaften: Eigenschaften, die einem Gegenstand nicht aktual, sondern in einer möglichen Welt zugeschrieben werden. Eine modale Eigenschaft ist z.B. die Eigenschaft, unter anderen Umständen glücklicher zu sein. Es ist die Frage, ob ein Gegenstand in der aktualen Welt eine bestimmte Beschaffenheit haben muss, um in einer anderen Welt andere Eigenschaften haben zu können. Siehe auch Modallogik, Modaler Realismus, Mögliche Welten, Zentrierte Welten, Kontingenz, Möglichkeit, Notwendigkeit, Eigenschaften, Extensionalität.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 111
Summe/Mereologie/Simons: angenommen, wir betrachteten beliebige Portionen von Raum-Zeit (RZ) als durch irgendwelche Summen belegt. - Dann geht es um die Frage ob die entsprechenden Prädikate kumulativ sind. - Def kumulatives Prädikat: wenn eine Summe existiert, dann trifft das Prädikat das auf sie zutrifft, auch auf das Ganze zu. - (Ganzes ungleich Summe). - Bsp Massentermini können beliebige Summen bilden. - Nicht-kumulativ: Bsp "ist ein Mensch" - Summe kann selbe Raumzeit wie das entsprechende Individuum besetzen, ohne mit ihm identisch zu sein.
I 113
Summe/Mereologie: existiert nur, weil ihre Teile existieren. - ((s) Also holistisch ein Individuum, das nur existiert, weil andere Individuen existieren.)
I 191
Bsp Tibbles/Wiggins: These: die Katze Tibbles ist nicht identisch mit der Summe Tib + Tail. Trotz der permanenten Koinzidenz, denn nur Tibbles und nicht die Summe hat die modale Eigenschaft weiter zu existieren, wenn der Schwanz verloren geht.
I 266
Summe/Identitätsbedingungen/Simons: Summen haben keine autonomen Identitätsbedingungen. - Bsp Summe Tib + Tail ist nicht identisch mit Katze Tibbles, auch wenn sie den Schwanz nie verliert. – Die modale Eigenschaft des „Verloren-Haben-Könnens“ entscheidend - Nichtidentität trotz Koinzidenz.
I 291
Summe/Mereologie/Simons: es gibt sogar Summen quer zu den Kategorien (gemischt-kategorische Summen): Bsp ein Körper und die Ereignisse, die ihm widerfahren. - ((s) Lebensgeschichte.)
I 354
Summe/Mereologie/Simons: hier spielt die Struktur keine Rolle.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

> Gegenargumente gegen Simons



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.07.2017