Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Modelle, Philosophie, Logik: Ein Modell wird erhalten, wenn eine logische Formel durch Einsetzen von Gegenständen anstelle der freien Variablen wahre Aussagen liefert. Ein Problem ist der Ausschluss unintendierter Modelle. Siehe auch Modelltheorie.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
IV 164f
Modelle/Goodman: In vielen Fällen ist ein Modell ein Exemplar oder ein Einzelfall dessen, wofür es ein Modell ist (Bsp Musterbürger). In anderen Fällen sind die Rollen vertauscht: was das Modell denotiert das hat als Einzelfall das, wofür es Modell ist. Ein mathematisches Modell ist eine Formel, die auf den Prozess zutrifft. Schiffsmodell, Architekturmodell, Holzmodell eines Autos: keines ist eine Beschreibung im normalen oder mathematischen Sinn der Sprache. Im Gegensatz zu Proben sind diese Modelle denotativ.
IV 165
Modelle dieser Art sind in Wirklichkeit Diagramme. Oder: Diagramme sind flache und statische Modelle. Ein Molekülmodell aus Stäbchen und Tischtennisbällen ist digital. Ein Arbeitsmodell einer Windmühle kann analog sein.
IV 165
Bsp Das Musterhaus kann auch als ein denotatives Modell von in der Entwicklung befindlichen Häusern einschließlich seiner selbst sein, und dann exemplifiziert es sich selbst auch als ein Etikett. Es unterscheidet sich vom Miniaturmodell wie "einsilbig" sich von "vielsilbig" unterscheidet.
IV 165
Modelle sind übrigens nicht, wie oft angenommen notwendigerweise metaphorisch. Das hängt davon ab, wie es von einer vorgängigen Verwendung gelenkt wird.


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

> Gegenargumente gegen Goodman
> Gegenargumente zu Modelle



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.07.2017