Philosophie Lexikon der Argumente

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Mögliche Welt: eine Entität, über die quan tifiziert werden kann. Es gibt eine Debatte darüber, ob mögliche Welten existieren oder ob sie nur für die Durchführung von Vollständigkeitsbeweisen angenommen werden sollten. Siehe auch Aktualismus, Aktuale Welt, Modallogik, Modaler Realismus, Möglichkeit, Possibilia, Quantifikation.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Frank I 329ff
mögliche Welt/MöWe/Lewis: nur öffentlich zugängliche, physikalische Gegenstände, keine Propositionen, kein propositionales Wissen, extensional (Bsp Zwei allwissende Götter) - CastanedaVsLewis: private Gegenstände und Indikator-Sätze ("ich", "hier", "jetzt") sind doch in möglichen Welten individuierbar (intensional). - Lewis: wenn Zugang zu möglichen Welten perspektivisch beschränkt ist, dann noch schlimmer: man wüsste man nicht mehr, was man propositional glaubt, weil die Propositionen als Mengen von möglichen Welten nicht mehr durchsichtig wären.
Frank I 357
Mögliche Welten/CastanedaVsLewis: sind nicht geeignet als Akkusativ des Denkens: als Mengen sind sie zu weit - nicht intensional.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

> Gegenargumente gegen Castaneda
> Gegenargumente zu Mögliche Welten



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.06.2017