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Mögliche Welt: eine Entität, über die quantifiziert werden kann, also z.B. ob es eine oder keine mögliche Welt gibt, in der... Es gibt eine Debatte darüber, ob mögliche Welten existieren oder ob sie nur für die Durchführung von Vollständigkeitsbeweisen angenommen werden sollten. Siehe auch Aktualismus, Aktuale Welt, Modallogik, Modaler Realismus, Möglichkeit, Possibilia, Quantifikation.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

W.V.O. Quine über Mögliche Welten – Lexikon der Argumente

Dennett I 140
Möglichkeit/Mögliche Gegenstände/Quine: der mögliche dicke Mann in dem Eingang, und der mögliche kahle Mann in dem Eingang: sind sie derselbe mögliche Mann, oder sind es zwei verschiedene mögliche Männer? Sind es mehr mögliche dünne Männer als mögliche dicke Männer, die da in dem Eingang stehen? Oder würde ihr Einandergleichen sie zu einem machen?
Sind keine zwei möglichen Dinge einander gleich? Oder ist der Identitätsbegriff auf Möglichkeiten nicht anwendbar? >Querwelteinidentität.
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Quine II 149
Mögliche Welt/MöWe/Quine: mögliche Welten sind eine anschauliche Weise, essentialistische Philosophie geltend zu machen - um einen Gegenstand in einer möglichen Welt zu identifizieren, sind wesentliche Eigenschaften notwendig. (>Essentialismus).
II 158
Und was wären die analogen Werte in anderen Welten? Schlicht die Summen der physikalischen Gegenstand in allen Welten, wobei die Bewohner unterschiedslos verbunden werden. Bsp Einer dieser Werte wäre "Napoleon mitsamt seinen Gegenstücken in anderen Welten" ein anderer bestünde aus Napoleon mitsamt diversen völlig verschiedenen unähnlichen Bewohnern anderer Welten.
Daher verlangt die Quantifikation über Gegenstände quer durch Welten keineswegs, dass wir dem Ausdruck "Gegenstück" irgendeinen Sinn abgewinnen! Ebenso wie beliebige Momentangegenstände zu verschiedenen Zeiten Zeitsegmente bilden, die nicht nur einem, sondern zahllosen zeitlich ausgedehnten Gegenstanden angehören. (QuineVsLewis). >Gegenstücktheorie, >Gegenstücke.
Die Quantifikation über einen Bereich ist nicht schwieriger als über mehrere Bereiche, wenn es nicht zusätzliche Schwierigkeiten mit Bezug auf MöWe gibt.
Die gibt es in der Tat: nicht in der Quantifikation sondern in den Prädikaten.
II 159
Vermittels einer beliebigen Reihe von Welten kann man über leicht zu nehmende Stufen alles Beliebige in alles Beliebige verwandeln. Der verheerende Unterschied ist: dass uns die Reihe der Momentquerschnitte durch unsere reale Welt in einzigartiger Weise auferlegt ist, während sie in möglichen Welten der Phantasie anheimgestellt sind.
Bsp Wie hängt die Quantifikation in modale Kontexte von Querweltidentitfikationen ab? Wir betrachten: "(Ex)QFx". Problem liegt nicht in der Quantifikation als solcher: "x" erstreckt sich über alle Welten, "Fx" verlangt jedoch, dass in allen Welten das Prädikat "F" erfüllt ist.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

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