Philosophie Lexikon der Argumente

Screenshot Tabelle Begriffe

 
Möglichkeit, Philosophie: etwas ist möglich, wenn es nicht ausgeschlossen werden kann. Davon zu unterscheiden ist der Begriff der Kontingenz der ausdrückt, dass etwas auch anders hätte sein können.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 423f
Unverwirklichte Möglichkeiten: die verschiedenen möglichen Hotels an der Ecke: durch Positionierung erwächst keine Identität! - Höchstens als Universalien.
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III 259
Möglichkeit/mögliche Gegenstände/aktual/wirklich/Quine: einige sind der Ansicht, es gebe konkrete Individuen von zwei Arten:
a) wirkliche (aktuale)
b) nicht wirkliche (nicht aktualisierte).
QuineVs: dadurch wird das Universum überbevölkert.
(s) Problem: soll man dann sagen der „nicht wirkliche Zerberus ist wirklich“, oder „der wirkliche Zerberus ist nicht wirklich“?. Denn es wäre doch wohl zu viel sagen zu wollen „der nicht wirkliche Zerberus ist nicht wirklich“ Höchstens könnte ein Vertreter sich darauf berufen, daß „nicht wirklicher Zerberus“ schon ein doppeltes Lottchen sei).
III 260
nicht aktual/Möglichkeit/Quine: der Kniff hängt hier am begriff des Möglichen.
QuineVs: das geht aber nicht bei komplizierteren Fällen. Bsp „die runde Pyramide von Copilco“: ist gänzlich unmöglich ((s) nicht aktualisierbar).
Nichtexistenz/Möglichkeit/Bedeutung/Bedeutsamkeit/Quine: falsche Lösung: einige Autoren meinen, ein Wort für einen gänzlich unmöglichen Gegenstand sei bedeutungslos. Analog: so wie ein logisch unerfüllbarer Satz ein Nicht Satz sei, nicht falsch aber bedeutungslos. ((s) (hier sic, aber sonst meist als sinnlos bezeichnet >Wittgenstein).
QuineVs: 1. das ist unnatürlich. 2. ist es auch unpraktisch. Dann haben wir kein Prüfverfahren mehr für Bedeutsamkeit, so wie die QL kein Entscheidungsverfahren für Allgemeingültigkeit und Erfüllbarkeit hat (s.o. § 32). (DF).
Lösung/Quine: es ist hinreichend, dass Wörter die Aufgabe haben, etwas zu bezeichnen. Das ist hinreichend dafür, Nichtexistenz auszudrücken. Die Wörter haben eine volle Bedeutung.
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VI 102
Notwendigkeit/Möglichkeit/Quine: sind insofern intensional, als sie sich der Substitutivität der Identität nicht fügen. Erneut Schwanken zwischen de re und de dicto.
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VII 148
Notwendigkeit/Möglichkeit/Quine: ist kein allgemeiner Zug der betreffenden Objekte sondern hängt von der Weise der Bezugnahme ab.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Q XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

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> Gegenargumente gegen Quine

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