Philosophie Lexikon der Argumente

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Natürliche Arten, Philosophie: abweichend von der biologischen Definition werden in der neueren philosophischen Diskussion Stoffe wie Gold, Wasser usw. als natürliche Arten bezeichnet. Das geht zurück auf die Weise, in der diese Begriffe eingeführt werden. (Vgl. H. Putnam The meaning of 'meaning'. In Philosophical Papers, Vol. 2 Mind, Language and Reality, Cambridge). Ausgehend von einem primären Aufzeigen wird die natürliche Art als „etwas wie dies hier“ festgelegt. Der springende Punkt hierbei ist, dass zukünftiger Forschung damit keine Grenzen gesetzt sind. So gut wie jede anfänglich zugeschriebene Eigenschaft kann sich als falsche Annahme herausstellen. Siehe auch Einführung, Definitionen, Begriffe.
 
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I 139
Natürliche Art/Fodor: keine natürliche Art: Bsp "weniger als". - Es gibt keine Wissenschaft, die sich auf dieses Prädikat stützt - Bsp "weniger als drei Kilometer vom Eiffelturm entfernt" - wenn ich wüsste, was ein Gesetz ist, würde ich sagen: - P ist ein Natürliche-Art-Prädikat relativ zu S wenn S eigentliche Gesetze der Form "Px › ax" oder "ax › Px" enthält. - Natürliche-Art-Prädikate sind die Prädikate, deren Terme die gebundenen Variablen in den eigentlichen Gesetzen einer Wissenschaft sind - Problem: Gesetzesbegriff unklar.
I 141
Bsp verschiedene Zahlungsverkehre (Muscheln, Dollarnoten) bilden eine natürliche Art, weil das Greshamsche Gesetz auf den Zahlungsverkehr zutrifft.
I 154
Def Natürliche Art/Fodor: Dingklassen und Ereignisklassen, über die es wichtige Verallgemeinerungen gibt. - Nicht alle sind physikalisch natürliche Arten - völlige Verallgemeinerung löst natürliche Arten auf.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

> Gegenargumente gegen Fodor



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017