Philosophie Lexikon der Argumente

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Naturalistischer Fehlschluss: Wird beschrieben als der Fehler, aus dem Sein auf das Sollen zu schließen. Daraus, dass etwas so ist wie es ist, kann jedoch nicht gefolgert werden, dass es auch so sein soll. Der Ausdruck stammt aus den Principia Ethica von G. E. Moore (1903), das Problem geht aber viel weiter zurück und wurde bereits von G. Hume in seinem A Treatise of Human Nature, (1738–40) vorformuliert. Ein anderer Name für das Problem ist der Sein-Sollen-Fehlschluss.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Stegmüller IV 186
Sein/Sollen/Fehlschluss/Hume: These: es ist unmöglich, einen Sollens-Satz ausschließlich aus Ist-Sätzen abzuleiten. - ((s) > Moore: naturalistischer Fehlschluss).
Stegmüller: beim nicht-moralischen Gebrauch gibt es kein Problem wegen des hypothetischen Imperativs: Bsp Beim Schach gibt kein Problem des Übergangs vom "ist" zu sollen. Grund: es wird dadurch keinerlei neue Beziehung ausgedrückt! Implizit: was du willst, das sollt du.
Lösung/SearleVsHume: Prämissen mit Verpflichtungen anfügen.
Lösung/Searle: institutionelle Tatsache.
MackieVsSearle: Verwechslung von innen/außen. - Wir können nicht aus verinnerlichten Regeln heraustreten.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.10.2017